About Uwe Weddige

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21 11, 2023

Trächtigkeitstest: neue Technik

2023-11-21T03:42:56+00:0021. November 2023|

Als Nebenprodukt modernster Weltraumtechnologie entwickelte ein australisches Unternehmen ein Atemdiagnosegerät für Kühe. Diese Technik soll in der Lage sein, Trächtigkeiten schon ab dem 18. Tag zu erkennen. Im Vergleich zur Ultraschalluntersuchung würde dieses Verfahren enorm viel Zeit einsparen und die Produktivität von Rinderherden entsprechend steigern.

Stellt man die Trächtigkeit bereits am 18. Tag fest, kann man unklare Brunstsymptome um den 21. Tag sicher einordnen. Trotzdem sichert eine Wiederholung des Tests zu einem späteren Termin das Ergebnis ab.

Das Gerät wird 15 Sekunden lang an das Nasenloch einer Kuh gehalten, um flüchtige organische Verbindungen im Atem der Kuh aufzufangen. Anhand dieser Verbindungen können, trächtige von nicht trächtigen Tieren zu unterschieden werden.

Ein wichtiger Vorteil ist, dass die Methode keinen Eingriff nötig macht. Die Technik soll so konzipiert werden, dass Landwirte sie selbst einsetzen können. Das könnte künftig auch angesichts der wenigen Tierärzte in Kasachstan eine große Rolle spielen. Die Entwicklerfirma geht davon aus, dass das Testgerät Mitte 2024 auf den Markt kommen wird.

Uwe Weddige

Foto: agscent

8 11, 2023

„4 Jahre Milchprojekt“…

2023-11-08T11:08:12+00:008. November 2023|

… mit konstruktiver Zusammenarbeit mit Pilotbetrieben, Verbänden, den beiden Landwirtschaftsministerien in Astana und Berlin, mit vielen Experten aus dem Milchviehbereich und auch denen aus anderen Projekten.

Damit ist es an der Zeit „DANKE zu sagen“, einen Blick zu werfen auf das Erreichte und zu überlegen, was noch alles zu tun bleibt. Soviel sei an dieser Stelle schon verraten: das Projekt wird fortgeführt, wenn auch mit angepasster Ausrichtung und veränderten Zielen, aber es geht weiter.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Freude beim Lesen unseres Newsletters

Uwe Weddige

Foto: KFM

7 11, 2023

Keine Hemmstoffmilch verfüttern

2023-11-07T09:24:26+00:007. November 2023|

Die Verwendung der Milch von mit Antibiotika behandelten Kühen mag zwar wirtschaftlich sein, allerdings können die Rückstände der Hemmstoffe und auch pathogenen Bakterien wie z. B. Mykoplasmen zu Problemen führen. Oftmals scheiden die damit gefütterten Kälber antibiotikaresistente Erreger mit dem Kot aus und übertragen damit Krankheiten.

Was darf vertränkt werden? Die Gesundheit des Kalbes steht immer an erster Stelle. Daher:

  • Keine Milch von Kühen mit Eutererkrankungen (z. B. E.coli oder Pasteurella spp.) vertränken. Kälber können sich infizieren und erkranken.
  • Kein Kolostrum von Kühen tränken, die sichtbar an Infektionen erkrankt sind.
  • Rohmilch und besonders Kolostrum nicht bei Raumtemperatur lagern. Die darin enthaltenen Keime vermehren sich rasend schnell.
  • Keine Milch von Kühen geben, deren Milch Rückstände von Antibiotika enthalten könnte. Dies birgt eine erhebliche Gefahr der Resistenzbildung und sorgt längerfristig für Gesundheitsprobleme der gesamten Herde.

Quelle: Ma et al., 2022: „An Overview of Waste Milk Feeding Effect on Growth Performance, Metabolism, Antioxidant Status and Immunity of Dairy Calves“

Foto: KFM

3 11, 2023

Kälberaufzucht im Winter

2023-11-03T15:16:09+00:003. November 2023|

Kalte Witterung erhöht der Erhaltungsbedarf bei Jungtieren deutlich und die täglichen Zunahmen der Kälber sinken. Außerdem wird das Abwehrsystem geschwächt. Krankheitserreger können sich leichter ausbreiten und es besteht für das Kalb ein erhöhtes Risiko zu erkranken. So treten vermehrt Durchfallerkrankungen und Lungenentzündungen auf.

Neben verminderten Tageszunahmen und zusätzlichen Behandlungskosten sind hier auch Verluste aufgrund eines verzögerten Erstkalbealters sowie einer geringeren Milchleistung in der späteren Milchleistungsherde zu nennen.

In der Kälberfütterung sollte daher eine Anpassung an den Kältestress erfolgen. In der Regel wird der Milchaustauscher mit 150g/l Wasser dosiert. Sobald die Temperaturen unter 5 °C fallen, sollte die Dosierung auf 160g/ Liter Wasser erhöht und die Tränkemenge um etwa 20 % erhöht werden.

Lesen Sie dazu die KFM-Merkblätter „Kälberfütterung im Winter“, „Dosierung von Milchaustauschern“ und „Nesting-Score für Kälber“.

Uwe Weddige

Foto: Naturstall-Shop

31 10, 2023

Problem Nacherwärmung

2023-10-30T16:24:43+00:0031. Oktober 2023|

Vielerorts konnten in Kasachstan gute Maisernten eingefahren werden. Nun kommt es auf die Vermeidung von Nacherwärmungen während des Verfütterungszeitraumes an. Die meisten Verluste treten erst bei Öffnung und Verfütterung der Maissilagen auf und zwar stets dann, wenn die Silagen warm werden und damit allmählich verderben.

Ein häufiger Fehler ist das zu frühzeitige Öffnen des Maissilos. Der Futterstapel sollte mindestens sechs, besser sogar noch acht Wochen geschlossen bleiben.

Der wöchentliche Futtervorschub sollte mindestens 2,50 m betragen. Häufig sind die Silomieten aber viel zu hoch und zu kurz angelegt. Bei unzureichendem Futtervorschub wird die Nacherwärmungsflora unter Luftzutritt gefördert. Kommen dann noch hohe Umgebungstemperaturen hinzu, beschleunigt dies zusätzlich die Vermehrungsrate.

Auch die Futterentnahme beeinflusst die Nacherwärmung. Wird die Maissilage mit der Entnahmetechnik herausgezogen und die Anschnittfläche damit eher gelockert, kann Luft in die Tiefe des Futterstapels eindringen. Das fördert die Vermehrung von Hefen, Pilzen und Acetobactern.

Die Nacherwärmung der rasch verderblichen Silage ist in vielen Betrieben ein großes Problem. Mit siliertechnischen Maßnahmen wie passender Häcksellänge und ausreichender Verdichtung muss künftig noch gezielter Einfluss auf eine Minderung des Hefebesatzes genommen werden.

Uwe Weddige

Foto: KFM

25 10, 2023

KFM: erste Projektphase erfolgreich

2023-10-25T04:11:30+01:0025. Oktober 2023|

Seit Anfang 2020 verbessert das KFM-Team aus internationalen und nationalen Experten die Fähigkeiten von Fach- und Führungspersonal in Milch erzeugenden Betrieben in den Regionen im nördlichen Kasachstan.

Die praktische Arbeit des Projektteams steigerte die Kenntnisse und Fertigkeiten von Fach- und Führungskräften maßgeblich. Gleichzeitig konnte in allen beratenden Betrieben eine Vielzahl von Chancen und Ressourcen erschlossen werden.

„Im Ergebnis wurde die Produktivität in den Pilotbetrieben gesteigert und die Milchqualität verbessert. Dabei halfen Futteranalysen, Arbeitsprotokolle und vielfältige Trainings zu allen Bereichen der Milchproduktion“, bilanzierte Uwe Weddige den vergangenen Projektzeitraum während der Projektsteuerungssitzung. Nach seiner Auffassung zeigen die Ergebnisse der Arbeit ein erhebliches Wachstumspotenzial. Dringende Probleme erfordern eine weitere Zusammenarbeit sowohl mit lokalen Unternehmen als auch mit der Agrarverwaltung. „Ohne systemische Veränderungen in der Branche wird es nicht gehen“, ergänzte der deutsche Experte.

Es wird erwartet, dass das Milchprojekt in seiner zweiten Phase die erzielten Ergebnisse festigt und die Unterstützung von Landwirten auf die nördlichen und südöstlichen Regionen der Republik ausweitet. Es ist geplant, auf der Grundlage des Ausbildungs-, Forschungs- und Produktionszentrums Bayserke-Agro in der Region Almaty ein Beratungs- und Dienstleistungszentrum für Milcherzeuger zu schaffen. Das Projekt wird maßgeblich dazu beitragen, den Mangel an qualifiziertem Personal in Milch produzierenden Betrieben Kasachstans zu verringern.

Uwe Weddige

Foto: KFM

20 10, 2023

Ohrmarken richtig einziehen

2023-10-20T04:43:32+01:0020. Oktober 2023|

Ohne Schmerzen zu verursachen, lassen sich Ohrmarken wohl kaum einziehen. Aber die Wahl der richtigen Stelle verbessert die Wundheilung und verringert den Schmerz.

Die wenigsten Gefäße werden verletzt, wenn man die Ohrmarke möglichst mittig zwischen die beiden großen Knorpelstränge einzieht. Wichtig ist es auch, die Bereiche am Ohrrand und an der Ohrbasis mit den Akupunkturpunkten auszusparen.

Für das Tierwohl ist es sinnvoll, die Ohrmarken nicht direkt nach der Geburt, sondern erst in den folgenden Tagen, einzuziehen. Dadurch wird die Kolostrumaufnahme und das sich erst bildende Tier-Mensch-Verhältnis nicht beeinträchtigt. Ratsam ist, das Tier zum Einzug zu fixieren und ein schmerzlinderndes Mittel, z.B. Kältespray, zu verwenden.

Uwe Weddige

Foto: Weddige

17 10, 2023

„Best Milker 2023“

2023-10-17T06:11:33+01:0017. Oktober 2023|

Kasachstan sucht seinen besten Melker. KFM lädt Melkerinnen und Melker herzlich ein, ihr Können im Wettbewerb „Best Milker 2023“ auf der KazAgro zu zeigen.

Im Foyer der Messehalle werden Ainagul Ayaganova und Uwe Weddige vom KFM-Milchprojekt eine hölzerne Kuh mit Gummieuter aufstellen.

Die Besucher dürfen jeweils zwei Minuten lang ihr Können zeigen. Teilnehmen können Anfänger, für die der Griff ans Kuheuter absolutes Neuland ist, genauso wie richtige Profis. Die gemolkenen Mengen werden es an den Tag bringen und die Unterschiede deutlich machen.

Alle Teilnehmer erhalten eine kleine Belohnung, den Tagesbesten winken attraktive Preise.

Uwe Weddige

Foto: KFM

12 10, 2023

Winter: Vorkehrungen treffen

2023-10-11T04:58:14+01:0012. Oktober 2023|

Auch wenn das Wetter noch mild ist, sollte rechtzeitig an bevorstehende extreme Wetterbedingungen gedacht werden.

Milchkühe müssen stets frisches Wasser zur Verfügung haben. Das wohl häufigste Problem sind daher eingefrorenen Wasserleitungen. Daher sollten Leitungs- und Tränkenheizungen eingebaut werden. Gut geeignet sind auch beheizte Zirkulationssysteme mit Umwälzpumpe, die das Wasser ständig in Bewegung halten.

In Trogtränken verhindern Bimetallventile das Einfrieren der Tränken. Dadurch läuft das Wasser aber über und kann Glatteis verursachen. Es kann auch helfen, wenn das Wasser abends abgedreht und die Leitungen vollständig geleert werden. Am nächsten Morgen wird das Wasser dann einfach wieder angestellt.

Auch Melkstände sind frostgefährdet. Neue Melkstände haben oft schon eine Heizung eingebaut. Trotzdem müssen sie so abgedichtet sein, dass die Wärme nicht gleich wieder entweichen kann. Kühen macht die Kälte nichts aus, Melker bevorzugen jedoch temperierte Melkstände.

Um auch bei längeren Frostperioden einen mehr oder weniger reibungslosen Ablauf der alltäglichen Arbeit zu gewährleisten, lassen sich fast immer passende Vorkehrungen treffen. Dann kann der Winter auch kommen.

Uwe Weddige

Foto: KFM

10 10, 2023

Management leicht gemacht

2023-10-10T04:52:39+01:0010. Oktober 2023|

Für viele Betriebe bilden die Faktoren „unternehmerisches Verhalten, Mitarbeitermotivation und professionelle Gesprächsführung“ riesige unternehmerische Ressourcen, mit denen betriebliche Erfolge in der Zukunft deutlich verbessert werden können.

Gemeinsam mit dem Fachberater Uwe Kaftan veranstaltete das KFM-Team ein eintägiges Seminar im Deutschen Agrarzentrum in Chaglinka. Außerdem besuchte der deutsche Experte 3 Betriebe im nördlichen Kasachstan. Insgesamt nahmen 21 Führungskräfte aus 9 Betrieben an den Veranstaltungen teil. Besonders intensiv bearbeiteten die Teilnehmer dabei die häufigsten Führungs- & Motivationsherausforderungen. Unter Beachtung dieser Erkenntnisse erstellten sie mit Uwe Kaftans Hilfe praktische Lösungsansätze für effiziente Mitarbeiterführung und Arbeitsorganisation.

„Künftig werden nicht die Betriebe mit dem besten Produktionswissen führende Positionen in Kasachstan einnehmen, sondern die Betriebe, denen es gelingt, ihre Mitarbeiter überdurchschnittlich zu motivieren“ brachte ein Farmleiter aus der Region Nordkasachstan seinen gedanklichen Ansatz zum Management seines Betriebes auf den Punkt.

Uwe Weddige

Foto: KFM

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