Internationaler Tag der Frauen in ländlichen Gebieten
Gemeinsam mit dem BMLEH feiern wir den Internationalen Tag der Frauen in ländlichen Gebieten am 15. Oktober.
#BMLEH, #RuralWomenDay sowie #TagDerLandfrauen
Gemeinsam mit dem BMLEH feiern wir den Internationalen Tag der Frauen in ländlichen Gebieten am 15. Oktober.
#BMLEH, #RuralWomenDay sowie #TagDerLandfrauen
Видео «Кормление 3. Питательность кормов» посвящено основным показателям питательной ценности кормов для сельскохозяйственных животных. Рассматривается значение питательных веществ и их влияние на здоровье, продуктивность и эффективность кормления. Материал помогает лучше понять, как питательность кормов учитывается при составлении рационов животных.
Vom 15. – 17. September 2026 organisierte das KFM-Projekt in Zusammenarbeit mit der S. Seifullin Kazakh Agrotechnical Research University in Astana die Weiterbildung von Lehrkräften und Doktorandinnen/Doktoranden des Institutes für Tierzuchtwissenschaften und Veterinärmedizin der Agraruniversität in Astana. Zwei Tage der Weiterbildung erfolgten an der Agraruniversität in Astana und ein Tag auf dem modernen Milchviehbetrieb Ramadan LLP in der Region Karaganda. Der Betrieb hat einen Bestand von 800 Milchkühen.
Wesentliche Zielsetzung der Maßnahme war es, die umfangreichen Erfahrungen sowie die methodische Vorgehensweise des KFM-Teams bei Beurteilung und Beratung von Milchviehbetrieben in Kasachstan vorzustellen. Aus der praktischen Beratungsarbeit von zahlreichen Milchviehbetrieben in den vergangenen 6 Jahre liegen umfangreiche Erfahrungen vor. Insbesondere Herrn Uwe Weddige, langjähriger deutscher Projektleiter und Hauptberater des KFM-Projektes und Frau Ainagul Ayaganova, stellvertretende Projektleiterin und Milcherzeugerberaterin des KFM-Projektes, verfügen über sehr fundierte Erfahrungen aus ihrer Beratungspraxis. Es wurden zunächst die sieben wichtigsten Schritte bei der Beurteilung und Beratung eines Milchviehbetriebes anschaulich von Uwe Weddige vorgestellt. Wichtige thematische Aspekte der Weiterbildung waren insbesondere:
Während des Besuchs des modernen Milchviehbetrieb Ramadan konnten zahlreiche der genannten Aspekte sehr anschaulich demonstriert und der Einsatz von Instrumenten des Fütterungscontrollings vorgeführt und von den Teilnehmenden eingeübt werden.
Die während der Weiterbildung vermittelten Erfahrungen, Kompetenzen und Fähigkeiten zur Beratung und Optimierung eines Milchviehbetriebes sollen in Zukunft von den Lehrkräften der Agraruniversität für die Ausbildung von Studierende mit Interesse an einer beruflichen Laufbahn in der Milchviehhaltung genutzt werden, damit die Studierenden die fachlichen Kompetenzen und Fähigkeiten zur erfolgreichen Tätigkeit als zukünftige Fachkraft oder Nachwuchsführungskraft in einem modernen Milcherzeugerbetrieb in Kasachstan erwerben.
Ekkehard Schröder
Foto: KFM
Aktuell werden in der Milchviehhaltung bereits zahlreiche KI-Anwendungen eingesetzt. Die meisten Systeme unterstützen den Milcherzeuger bei Entscheidungen, ersetzen sie aber nicht. Anwendungsbereiche von KI gibt es insbesondere bei:
Die am weitesten verbreiteten KI-Anwendungen in der Milchviehhaltung in modernen Laufställen sind derzeit Gesundheitsmonitoring, Brunsterkennung, intelligente Melkroboter, kamerabasierte Tierbeobachtung und digitale Herdenmanagementsysteme. Der größte Nutzen liegt in der Früherkennung von Problemen, der Reduzierung der Arbeitsentlastung und der Verbesserung des Tierwohls.
Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) eröffnet in der Milchviehhaltung völlig neue Möglichkeiten. KI-Anwendungen können dem Milchviehhalter helfen, Muster zu erkennen, und darauf aufbauend Entscheidungen zu treffen.
Die größten Herausforderungen beim Einsatz von KI in der Milchkuhhaltung liegen in den hohen Kosten, der Qualität und Integration von Daten, der technischen Zuverlässigkeit sowie der notwendigen Fachkompetenz der Anwender. KI kann den Milchkuhhalter bei Managemententscheidungen wirkungsvoll unterstützen, ersetzt jedoch nicht die Erfahrung, das Fachwissen und die direkte Beobachtung der Tiere durch den Menschen.
Insbesondere Milchviehbetriebe mit bereits bekannten, größeren Defiziten in einzelnen Bereichen der Milchkuhhaltung sollten diese zunächst beheben, bevor sie bei der Lösung dieser Probleme zu sehr auf die KI setzen. KI-Anwendungen in der Milchkuhhaltung sind vor allem ein Hebel zur Feinsteuerung und frühen Problemerkennung. Sie kann große betriebliche Herausforderungen messbar entschärfen, löst aber nicht die grundlegenden Probleme im Stall.
Die diesjährige Weltleitmesse „EuroTier 2026“ findet vom 10. bis 13. November 2026 in Hannover, Deutschland, statt. Die Messe steht dieses Jahr unter dem Leitthema „Intelligence in Animal Farming“. Dabei werden unter anderem moderne Technologie mit Effizienz, Produktivität und Nachhaltigkeit für die Milchviehhaltung vorgestellt.
Webseite siehe: Home – EUROTIER 2026
Ekkehard Schröder
Bild: KI generiert
Im Zeitraum vom 6. bis 14. August 2026 organisierte das KFM-Projekt 3 mehrtägige, praxisnahe Fortbildungskurse für Klauenpflegerinnen und Klauenpfleger beim Rind in den Regionen Akmola, Turkestan und Kostanai. Insgesamt nahmen 23 Fachkräfte zur Klauenpflege an der Ausbildung teil.
Durchgeführt wurden die praktischen Schulungen auf den Milchviehbetrieben Farm „Enbek“ in der Akmola Region, Farm „Borte Milka“ in der Turkestan Region sowie der Farm „Bek Plus“ in der Kostanai Region.
Als Ausbilder stand Herr Holger Plowka aus Deutschland zur Verfügung. Holger Plowka ist ein herausragender Experte und Ausbilder auf dem Gebiet der funktionellen Klauenpflege und -behandlung. Er ist Spezialist für Klauenpflege beim Rind in der Vereinigung der Klauenpfleger im Bundesland Sachsen bei der Genossenschaft Klauenpfleger eG Sachsen.
Unterstützt wurde die Maßnahme von weiteren nationalen Fachkräften des KFM-Teams.
Neben der Erläuterung und Demonstration von praktischen Aspekten zur Struktur und Gesundheit der Klauen, der Arbeit mit professionellen Werkzeugen und Hilfsmitteln für die Klauenpflege standen insbesondere die Schulungen und praktische Übungen zur Klauenpflege im Vordergrund der Qualifizierungsmaßnahme. Jeder Teilnehmer konnte das gelernte direkt anwenden und dabei insbesondere seine praktischen Fähigkeiten zur Klauenpflege weiterentwickeln.
Zum Ende des jeweiligen Seminars erhielten die Teilnehmer jeweils das Zertifikat und ein „Starterpaket“ zur Klauenpflege vom KFM-Projekt mit wichtigen Hilfsmitteln zur professionellen Klauenpflege beim Rind.
Ekkehard Schröder
Foto: KFM-Projekt
Die Nutzung von Wirtschaftsdünger aus der Milchviehhaltung gewinnt zunehmend an Bedeutung in Kasachstan. Rindergülle und Stallmist stellen wertvolle Quellen für Stickstoff (N), Phosphor (P), Kalium (K) sowie organische Substanz dar und können sowohl die Bodenfruchtbarkeit als auch die Erträge im Ackerbau verbessern.
Die Milchviehhaltung in Kasachstan wird noch überwiegend von kleineren Hauswirtschaften und Familienbetrieben geprägt, während moderne Milchfarmen an Bedeutung gewinnen. Dadurch fallen Wirtschaftsdünger oft dezentral an und werden nicht überall systematisch erfasst oder genutzt. Typische Nutzungswege sind:
Aufgrund der langen und kalten Winter konzentriert sich die Ausbringung in vielen Regionen Kasachstans auf zwei Hauptperioden:
Deshalb sind ausreichende Lagerkapazitäten für Gülle und Mist besonders wichtig, damit die während des Winters anfallenden Wirtschaftsdünger bis zur optimalen Ausbringungszeit fachgerecht zwischengelagert werden können.
Für eine effizientere Nutzung des Wirtschaftsdüngers aus der Milchviehhaltung werden folgende Maßnahmen empfohlen:
Fazit: Wirtschaftsdünger aus der Milchviehhaltung besitzt in Kasachstan ein großes Potenzial zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit, zur Reduzierung von Mineraldüngerkosten und zur Erzeugung erneuerbarer Energie. Voraussetzung dafür sind bessere Lagerungs-, Aufbereitungs- und Ausbringungstechniken sowie eine stärkere Integration von Tierhaltung und Pflanzenbau.
Weitere, vertiefende Fachinformationen finden sie dazu auf der Website des KFM-Projektes, in der Reihe Wegweiser Modul 9 „Beratung zur Lagerung und Nutzung von Wirtschaftsdüngern“ sowie in einzelnen Merkblättern. Darüber hinaus plant das KFM-Projekt zum Thema Kreislaufwirtschaft und Wirtschaftsdünger eine Veranstaltung im Oktober 2026.
Ekkehard Schröder
Foto: KFM
Der Erntezeitpunkt von Silomais hat einen entscheidenden Einfluss auf die Futterqualität, den Energiegehalt, die Silierbarkeit und die Lagerstabilität der Maissilage. Der optimale Zeitpunkt wird hauptsächlich über den Trockenmassegehalt (TM) der Gesamtpflanze bestimmt.
Optimaler Erntezeitpunkt
Als optimal gilt eine Ernte bei etwa 32 bis 35 % Trockenmasse in der Gesamtpflanze. In diesem Stadium besitzt der Mais eine hohe Energiedichte, gute Verdaulichkeit und lässt sich ausreichend verdichten und konservieren.
Auswirkungen einer zu frühen Ernte
Bei einer Ernte unter etwa 30 % TM:
Dadurch sinkt die Futterqualität und es können Nährstoffverluste auftreten.
Auswirkungen einer zu späten Ernte
Bei einer Ernte über etwa 35 % TM:
Obwohl der Trockenmasseertrag teilweise noch ansteigt, verschlechtert sich die Futterqualität häufig.
Fazit
Der richtige Erntezeitpunkt ist einer der wichtigsten Faktoren für eine hochwertige Maissilage. Eine Ernte bei 32 bis 35 % Trockenmasse ermöglicht die beste Kombination aus hohem Energieertrag, guter Verdaulichkeit und optimaler Silierbarkeit. Sowohl eine zu frühe als auch eine zu späte Ernte führen zu Qualitätsverlusten und können die Leistung der Tiere beeinträchtigen.
Hilfsmittel zur Feststellung des Trockenmassegehaltes und weitere Informationen
Zur Feststellung des Trockensubstanzgehaltes von Silomais vor der Ernte stehen mehrere Praxisverfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit und unterschiedlichem Aufwand zur Verfügung. Weitere, vertiefende Fachinformationen finden sie dazu auf der Website des KFM-Projekts , in der Reihe Wegweiser Modul 15 „Herstellung von Qualitäts-Silage – Vom Feld bis zum Trog“ sowie im Newsletter Nr. 15 des KFM-Projektes.
Ekkehard Schröder
Bild: KFM-Projekt
Eine gute Vorbereitung des Futterlagers entscheidet maßgeblich über die Qualität der Maissilage. Ziel ist es, die Ernte schnell anzunehmen, optimal zu verdichten und Luftzutritt zu vermeiden.
Da die Silomaisernte häufig innerhalb weniger Tage durchgeführt wird, sollte das Futterlager (Fahrsilo) spätestens eine Woche vor dem erwarteten Erntebeginn vollständig vorbereitet sein. Wetterumschwünge können die Ernteplanung kurzfristig verändern. So vermeiden Sie Qualitätsverluste und können die meist kurze Ernteperiode optimal nutzen.
Checkliste zur Vorbereitung auf die Silomaisernte
Weitere, vertiefende Fachinformationen finden sie auf der Website des KFM-Projekts , z.B. Reihe Wegweiser Modul 15 „Herstellung von Qualitäts-Silage – Vom Feld bis zum Trog“ sowie in zahlreichen Merkblättern des KFM-Projektes.
Ekkehard Schröder
Foto: KFM
Eine technisch einwandfrei funktionierende, gut gepflegte Melkanlage ist eine wesentliche Voraussetzung für effizientes, euterschonendes und hygienisches Melken. Fehler in der Melkanlage führen oftmals zu Eutererkrankungen in der Herde. Fehler in der Melkanlage entwickeln sich häufig schleichend und werden dadurch oft zu spät festgestellt.
Die regelmäßige Überprüfung der Melkanlage ist ein wichtiger Bestandteil des Herden- und Eutergesundheitsmanagements.
Wichtige Punkte:
Die Melkanlage sollte mindestens einmal jährlich von Fachleuten auf Funktion, Sauberkeit und Verschleiß überprüfen lassen. Sie können mit Spezialgeräten die Anlage genau durchmessen und Fehlerquellen ermitteln.
Weitere, vertiefende Fachinformationen finden sie auf der Website des KFM-Projekts , z.B. Reihe Wegweiser Modul 12 „Tiergerechte Gestaltung und fachgerechte Wartung moderner Melktechnik“.
Ekkehard Schröder
Bilder: KFM
Die Gesamtkeimzahl in der Sammelmilch auf einem Milchviehbetrieb ist ein Maß für die Sauberkeit und hygienische Sorgfalt bei der Gewinnung und Behandlung der Milch auf einem Milchviehbetrieb. Keime sind Kleinstlebewesen, wie Bakterien, Hefen und Schimmelpilze. Milch im Euter von gesunden Kühen ist normalerweise keimfrei und wird erst beim Melken bzw. beim Behandeln mit Keimen verunreinigt. Keime sind sehr vermehrungsfähig. Da die Geschwindigkeit der Vermehrung temperaturabhängig ist, kann durch sachgerechte Kühlung die Keimzahl niedrig gehalten werden.
Eine hohe Keimzahl in der Rohmilch deutet darauf hin, dass sich Bakterien in der Milch vermehrt haben, oder vermehrt in die Milch gelangt sind. Die Ursachen können entlang der gesamten Produktionskette vom Euter bis zum Milchtank liegen und sich dabei verstärken.
Die Gesamtkeimzahl in der Rohmilch sollte bei der Entnahme aus dem Milchkühltank weit unter 100 000 Keime je ml Milch betragen. In Milcherzeugerbetrieben mit hohem Hygienestandard, eutergesunden Kühen und gut eingestellten Melk-, Reinigungs- und Kühlsystemen werden regelmäßig Werte von unter 20 000 Keimen je ml Milch erreicht.
Häufige Ursachen hoher Keimgehalte in der Sammelmilch
Niedrige Keimzahlen stehen für eine hohe Milchqualität und werden von Molkereien oftmals durch höhere Milcherzeugerpreise belohnt. Gleichzeitig sind sie ein Zeichen für gute Melk- und Stallhygiene, was das Risiko von Eutererkrankungen senkt, und die Wirtschaftlichkeit des Milcherzeugerbetriebs verbessert. Außerdem lassen sich aus keimarmer Milch haltbarere und qualitativ hochwertigere Milchprodukte herstellen. Keimarme Milch ist eine wichtige Grundlage für die Herstellung von hochwertigen Premiumprodukten wie Käse, Joghurt oder Camembert.
Ekkehard Schröder
Bild: Archiv ADT Project Consulting