18 09, 2024

Maisernte: wichtige Kontrollpunkte

2024-09-18T12:16:25+01:0018. September 2024|

Wann ist der Mais reif? Kann die Ernte beginnen? Wie funktionieren Wringprobe und Kolbentest?

Mit KFM wird die Maisernte leichter und sicherer! Lernen Sie, Ihre Feldbestände einzuschätzen und welche technischen Methoden Ihnen dabei helfen können. In unserem Praxistraining finden Sie die Antworten auf Ihre Fragen rund um die Ernte von Silomais.

Freitag, 19.09.2024, 10.00 – 15.00 Uhr
bei Bayserke Agro, Utegen Batyr Str. 3/1 in 041615 Arkabai

Programm:

10.00 Uhr       Begrüßung, anschließend Fahrt zum Erntefeld

10.15 Uhr        Wann ist der Mais reif?

Methoden zur Feststellung des Reifegrades

Einstellung des Maishäcklers

12.00 Uhr       Mittagessen

13.00 Uhr       Bestimmung von Häckselqualität, Trockenmasse und Stärkegehalt

14.00 Uhr       Konservierung des Häckselgutes im Silo: walzen und luftdichter Abschluss mit Folie

15.00 Uhr        Schlussbesprechung

Trainer und Referenten:

Lars Meyer (Bayserke Agro), Yuri Igrunov (Bayserke Agro), Uwe Weddige (KFM)

Anmeldung bei Bakhytgul Tokenova unter Tel.: +77762305878, E-Mail: unpcbayserke-agro@mail.ru

 

Foto: Weddige

17 09, 2024

Die EuroTier steht bevor

2024-09-17T05:01:39+01:0017. September 2024|

Auch in 2024 versammelt die EuroTier Fachleute aus Tierhaltung und Viehwirtschaft in Hannover. Diese Messe bietet einen umfassenden Überblick über Innovationen, Lösungen und etablierte Märkte.

Die internationale Tierproduktionsbranche wird vom 12. bis 15. November 2024 in Hannover die neuesten Technologien, Lösungen und Geschäftsdienstleistungen präsentieren. Besucher finden Lösungen für die Rinder-, Schweine- und Geflügelzucht. Die Sonderprogramme beleuchten Themen rund um Ziegen, Schafe, Pferde, Meerestiere und mehr. Die Teilnehmer können während der Konferenzen auch Themen und Trends wie Klima und Nachhaltigkeit, Stallnutzungssysteme, Veredelung und Vermarktung, Digitalisierung, Verarbeitung, Angebote usw. verfolgen.

Die Messe wird mindestens 106.000 Besucher aus 141 Ländern zusammenbringen, darunter professionelle Landwirte und Händler. Mehr als 1.800 Aussteller präsentieren den Besuchern ihre Produkte und Lösungen. Über 400 Konferenzen und Veranstaltungen ergänzen das Ausstellungsgeschehen.

Uwe Weddige

Grafik: DLG

13 09, 2024

Maisernte: Häckselqualität kontrollieren

2024-09-13T08:44:09+01:0013. September 2024|

Hohe Milchleistungen lassen sich nur mit gesunden Herden und hohen Futteraufnahmemengen erreichen. Dazu muss die Häcksellänge zum Trockenmassegehalt passen und möglichst alle Maiskörner sollten zerkleinert sein. Nur während der Ernte haben Sie darauf Einfluss. Die wichtigsten Personen in der Maisernte sind daher der Fahrer des Walzschleppers und der Kontrolleur des Erntegutes.

Stündlich ist der TM-Gehalt des Erntegutes mittels Trockner oder Mikrowelle zu ermitteln und die Häcksellänge anzupassen. Mit Hilfe der Schüttelbox „fahndet“ der Kontrolleur nach zu langen Partikeln. Die Kornzerkleinerung dagegen lässt sich mit einer einfachen Wasserprobe gut abschätzen. Dazu gibt er einen Liter Maissilage in einen Eimer mit Wasser, unversehrte Maiskörner und deren Partikel setzen sich schnell am Boden ab.

Ziele zur Häckselqualität:

  • Alle Maiskörner sind mindestens geviertelt oder vermahlen
  • Alle Pflanzenteile sind ausreichend kurz, auch die Lieschen. Die einzustellende Häcksellänge richtet sich nach dem Trockenmassegehalt des Häckselgutes.
  • Die Schnitthöhe sollte mindestens 25 cm betragen. Je höher gehäckselt wird, desto höher liegt die Energiedichte. Das wirkt sich positiv auf die Futteraufnahme aus.

Betriebe, die ihre Häcksellänge während der Ernte nicht kontrollieren und anschließend Probleme mit dem Vermahlungsgrad der Körner und mit Futterselektion haben, verlieren pro Kuh 75 – 100.000 KZT/Jahr (150 bis 200 €/Jahr).

Mehr über die Ernte von Silage lesen Sie im KFM-Newsletter, der hier zum kostenlosen Download bereitsteht.

Uwe Weddige

Foto: KFM

 

10 09, 2024

Gegenseitiges Besaugen bei Kälbern

2024-09-10T08:37:48+01:0010. September 2024|

Oft wird mit Nasenringen versucht, Kälber vom Besaugen abzuhalten. Leider bekämpfen die Nasenringe nicht die zugrundeliegende Motivation zum Saugen. Es ist jedoch hinreichend bekannt, dass Milchmengen von mindestens 8 bis 10 l, besser mit 10 bis 12 l das Verhalten mindern.

Tatsächlich können Kälber schon in der ersten Lebenswoche rund 10 l und mehr pro Tag saufen. Erhalten sie nur 4 l täglich, verlieren sie in der ersten Lebenswoche Gewicht. Die intensive Fütterung von Vollmilch oder Milchaustauscher hat keine negativen Auswirkungen auf die Darmgesundheit oder das Überlaufen des Labmagens in den Pansen.

Gegenseitiges Besaugen wird teilweise durch Hunger beeinflusst und nimmt zu, wenn die Kälber Milch oder Milchaustauscher nur begrenzt erhalten. Daher kann es sinnvoll sein, die Milchmenge pro Mahlzeit und die Milchgesamtmenge zu erhöhen, um das Besaugen zu vermeiden.

Verbringen Kälber nicht genügend Zeit mit dem Saugen, motiviert es sie, an anderen Gegenständen in ihrer Umgebung zu saugen. Um die Mahlzeitendauer zu verlängern, sind Nuckel zu empfehlen, die eine langsamere Durchflussrate haben.  Neugeborene Kälber benötigen anfangs möglicherweise einen weicheren „Kolostrumnuckel“, bevor sie auf härtere Nuckel mit langsamerer Durchflussrate umsteigen.

Das Füttern mit einem Nuckel im Vergleich zu einem offenen Eimer vermindert das gegenseitige Besaugen deutlich. Durch einen Nuckel können Kälber ihren Sauginstinkt sowohl beim Saufen als auch danach ausleben.

Offenbar ist die Milchfütterung mit langsam fließenden Nuckeln die wirksamste Strategie, um die abnormalen Saugverhaltensweisen zu verringern.

Weitere Tipps erhalten Sie mit dem kostenfreien „KFM-Merkblatt Besaugen“.

Uwe Weddige

Foto: ADT

5 09, 2024

Quadrant im Einsatz

2024-09-05T06:25:17+01:005. September 2024|

Stroh – ein wichtiges Bindeglied zwischen Ackerbau und Tierhaltung.

Über 800 Tonnen Stroh pressen wir jedes Jahr als Einstreu für die Tiere, dazu kommen 500 Tonnen Heu als fester Bestandteil der TMR für die Kühe sowie für die Fütterung von Jungrindern und Kälbern.

Das Stroh ist als hygienische Liegeunterlage für die Kälber in den Iglus und in den Gruppenboxen genauso unverzichtbar, wie auf den Gummimatten im Kuhstall. Für die Verwendung als Einstreu in den Liegeboxen der Kühe wird es extra kurz gehäckselt, damit die Gülle pumpfähig bleibt.

Früher standen nur Rundballen zur Verfügung, die jedoch bei Transport und Lagerung viel Aufwand verursachten. Mit der Anschaffung der Quaderballenpresse Claas QUADRANT 5300 können jetzt Ballen mit dem Maß 90 x 120 x 240 cm hergestellt werden.

Gegenüber Rundballen lässt sich die Strohernte nun innerhalb kürzester Zeit erledigen. Hohe Ballengewichte und eine gute Stapelbarkeit erleichtern die Arbeit für die Radlader- und LKW-Fahrer. Auch im Stall lassen sich die Quaderballen mittels kleinerer Hoflader gut bewegen und verteilen.

Uwe Weddige

Foto: KFM

3 09, 2024

Mais: Ernte vorbereiten

2024-09-03T08:37:23+01:003. September 2024|

Die Maisernte steht bevor, es sind nur noch wenige Tage Zeit, bis die Häcksler starten. Bis dahin ist noch einiges vorzubereiten:

Es sollte stets klar sein, wie viel Hektar anstehen, wie viele Gespanne mitfahren und wer auf dem Silo walzt. Ein Ablaufplan legt fest, in welcher Reihenfolge die Felder gehäckselt werden sollen. Schläge, Feldgrenzen und Zufahrten sind in einer digitalen Schlagkartei hinterlegt oder auf einer Karte eingezeichnet.

Auch der Siloplatz ist vorbereitet:

  • Ein- und Ausfahrten zum Silo sind frei. Es steht und liegt nichts im Weg.
  • An den Silowänden sind Randfolien aufgehängt.
  • Unterzieh- und Silofolien sind für die Silolänge vorhanden.
  • Genügend Sandsäcke zur Folienbeschwerung lagern auf Paletten.
  • Der Betriebsleiter kontrolliert stündlich die Häcksellänge und ob alle Körner zerrieben sind.

Das Wichtigste auf dem Fahrsilo:

  • Das Gesamtgewicht der Walztraktoren sollte dem Gewicht der stündlichen Erntemenge (t Trockenmasse) entsprechen.
  • Der Luftdruck in den Reifen der Walztraktoren beträgt mindestens 2 bar. Die Walztraktoren arbeiten ohne Pause mit maximal 4 km/h und überfahren das gesamte Silo zwei- bis dreimal, bevor die nächste Schicht kommt. Jede Schicht mit Mais ist nicht dicker als 20 cm.
  • Sind die Felder abgeerntet und die Anhänger entleert, walzen die Traktoren noch eine Stunde weiter, bevor das Silo abgedeckt wird.

Als Anleitung zur Bestimmung des Reifegrades steht eine „KFM-Checkliste Maisernte“ zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Uwe Weddige

Foto: KFM

29 08, 2024

Schmutzige Rinder geben Hinweise

2024-08-29T05:01:32+01:0029. August 2024|

Starke Verschmutzungen bedeuten Stress für die Kuh und führen zu Klauen- und Eutererkrankungen, Hautirritationen und Leistungseinbußen. Die Ursachen für verschmutzte Beine, Euter, Brust- und Bauchpartien sind hauptsächlich auf verschmutzte Liegeflächen und stark verschmutzte Laufgänge zurückzuführen. Oft läuft der Schieber zu selten und es herrscht die Meinung vor, dass Liegematten nicht eingestreut werden müssten.

  • Schmutz auf dem Rücken: Ursachen können Stallklima und Staubbelastung sein. Auf staubarme Einstreu und gute Luftzirkulation achten. Kratzbürsten können das Wohlbefinden der Tiere zusätzlich fördern.
  • Verschmutztes Hinterteil: deutet auf unzureichende Entmistung oder zu kleine Buchten hin. Achten Sie darauf, dass der Liegebereich und Laufgänge sauber sind. Außerdem muss die Größer der Liegeboxen (Länge, Breite, Position des Nackenriegels) zur Größe der Tiere passen.
  • Verschmutzte Euter spielen eine große Rolle für die Eutergesundheit und die Milchhygiene und verursachen durch die Reinigung der Euter unnötige Arbeit im Melkstand.

Die Liegeboxen sollen weich und trocken sein. Am einfachsten bleiben die Tiere sauber, wenn Sie täglich 0,3 bis 0,5 kg Häckselstroh einstreuen. Damit kommen die üblichen Schieber- und Pumpensysteme gut zurecht. Sägespäne sind weniger geeignet, da Hautschäden durch die Schmirgelwirkung und durch kleine Holzteilchen auftreten können und das Mastitisrisiko höher ist.

Achten Sie außerdem auf die richtige Einstellung der Liegenboxen, orientieren Sie sich dazu an den KFM-Checklisten saubere Euter, Checkliste Laufgänge und Checkliste Kuhkomfort.

Uwe Weddige

Foto: KFM

26 08, 2024

Maisernte: Reifegrad bestimmen

2024-08-26T05:47:20+01:0026. August 2024|

Der Erntebeginn des Silomaises richtet sich stets nach der Abreife der Pflanzen und nicht nach der Verfügbarkeit der Technik! Bei zu früher Ernte verzichtet man auf einen Teil des Ertrages. Bei zu später Ernte wird es schwierig, das Häckselgut ausreichend zu verdichten, darunter leidet die Silagequalität! Wer zum falschen Zeitpunkt erntet, muss mit erheblichen Ertragseinbußen von bis zu 15 Prozent rechnen.

Der optimale Erntezeitpunkt für Silomais richtet sich nach dem Trockenmassegehalt (TM) der Gesamtpflanze, dieser sollte zwischen 32 und 36 % TM liegen. In diesem Bereich passen Ertrag und Qualität. Außerdem sorgt das gute Verhältnis zwischen Kornausreife und Verdaulichkeit der Restpflanze für optimale Siliereigenschaften und damit für hochwertiges Futter.

Als Anleitung zur Bestimmung des Reifegrades steht ein KFM-Merkblatt „Erntetermin Mais“ zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Uwe Weddige

Foto: KFM

20 08, 2024

Mastertrainer in Triesdorf

2024-08-20T14:42:30+01:0020. August 2024|

Kürzlich konnten die künftigen Mastertrainer des Kompetenzzentrums für Milchproduktion in Kasachstan ihr Wissen und Können in Deutschland erweitern. Die viermonatige Intensivausbildung im Zentrum in Arkabai mündete in ein nicht minder anstrengendes Schulungsprogramm an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf in Deutschland.

Die kasachischen Zootechniker und Veterinäre nahmen dort an Fütterungs- und Melktrainings teil, Übungen zur Erstversorgung eines Kalbes nach der Geburt bis hin zur Klauenpflege und dem allgemeinen Umgang mit Rindern rundeten das Programm ab.

Auch die wichtigen Themen Tierwohl und Tiergesundheit kamen nicht zu kurz. Im Vordergrund des zweiwöchigen Trainings standen praktische Übungen nach dem Motto „nicht zuschauen, sondern anpacken“.

Mit Unterstützung des altbekannten KFM-Teams werden die Mastertrainer ihr erworbenes Wissen künftig in Seminaren und Praxistrainings an Fachkräfte von milcherzeugenden Betrieben weitergeben.

Interessierte können ab Anfang September umfangreiche Bildungsangebote am UNPC Bayserke in Arkabai und auf anderen Praxisbetrieben in Anspruch nehmen.

Uwe Weddige

Foto: ADT

30 07, 2024

Lahmheiten bei Kühen frühzeitig erkennen

2024-07-24T08:32:43+01:0030. Juli 2024|

Wenn Kühe lahmen, leiden sie unter Schmerzen. Die Folge können erhebliche wirtschaftliche Einbußen sein. Umso wichtiger ist es, Lahmheiten frühestmöglich zu erkennen und zu behandeln oder bestenfalls zu vermeiden.

Anzeichen beginnender Lahmheiten wie eine gekrümmte Rückenlinie beim Stehen oder Gehen entdeckt auch das ungeübte Auge. Wenn Kühe beim Laufen mit dem Kopf nicken, deutet das ebenfalls auf eine Lastumverteilung infolge einer Lahmheit hin.

Um lahme Tiere strategisch und frühzeitig zu erkennen, rät das KFM-Team den Rinderhaltern, mit Hilfe der KFM-Checkliste eine entsprechende Routine zu entwickeln. Der dort verwendete Lahmheitsscore unterscheidet zwischen fünf Stufen:

  • Grad 1 – normal: Die Kuh geht und steht normal, ihr Rücken ist im Stehen und beim Laufen gerade.
  • Grad 2 – leicht lahm: Der Rücken der Kuh ist im Stehen normal, aber beim Laufen krümmt er sich durch eine Entlastungshaltung leicht auf.
  • Grad 3 – mittelgradig lahm: Der Rücken ist im Stehen und beim Laufen gekrümmt. Die Kuh macht mit einem/mehreren Beinen verkürzte Schritte.
  • Grad 4 – hochgradig lahm: Zusätzlich belastet die Kuh mindestens ein Bein kaum noch.
  • Grad 5 – schwer lahm: Die Kuh belastet ein Bein gar nicht mehr oder steht nicht mehr/nur mit Schwierigkeiten auf.

Für ein aussagekräftiges Ergebnis sollte möglichst immer die gleiche Person die Kühe beurteilen. Besonders interessant sind dabei Tiere, die am Ende der Herde etwas zurückbleiben.

Aber auch die Haltungsumgebung kann durch falsche Boxenmaße, Hindernisse und Schattenwürfe oder Hygieneprobleme wie Güllepfützen im Stall Lahmheiten verursachen.

Uwe Weddige

Foto: KFM

 

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