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31 03, 2026

Futtermischwagen. Regelmäßig überprüfen!

2026-03-29T07:04:59+01:0031. März 2026|

Auch beste Futtermittel können durch mangelnde Hygiene im Futtermischwagen leiden. Wichtig sind daher nicht nur die Einhaltung der vorgeschriebenen Mischzeiten, Vermeidung der Überfüllung, regelmäßige Wartung, sondern auch eine ordentliche Hygiene.

Der tägliche Gebrauch fördert Verschmutzungen und Verschleiß. Deshalb ist es besonders wichtig den Mischwagen regelmäßig unter die Lupe zu nehmen.

  • Sind die Messer noch scharf genug? Stumpfe Messer bedeuten einen höheren Kraftstoffverbrauch und führen zu schnellerem Verschleiß der Schnecke.
  • Wiegt die Waage richtig und genau genug? Zur Überprüfung kann man beispielsweise einen 25 kg Sack auf den Rand des Wagens legen. Das Ergebnis darf nicht mehr als 10% abweichen.
  • Für eine gute Mischarbeit muss die komplette Schnecke bedeckt sein. Zu voll darf der Mischwagen allerdings auch nicht sein, ansonsten werden nicht alle Komponenten ausreichend durchmischt.
  • Die Magneten sollten regelmäßig gesäubert werden und mit einem magnetischen Gegenstand auf ihre Funktion geprüft werden.
  • Wie sieht der Ölstand des Getriebes aus? Ist zu wenig Öl vorhanden, muss es nachgefüllt werden. Auch die Intervalle des Ölwechsels sind zu beachten.
  • Ist der Reifendruck so wie er sein soll? Hierbei auf die Sollwerte des Herstellers achten.

Der Futtermischwagen ist wie die Melkanlage jeden Tag im Einsatz. Genau deswegen sollte regelmäßig eine Reinigung und ein Check-Up durchgeführt werden. Die Reinigung sollte mindestens alle 4 Wochen erfolgen. Lesen Sie dazu die KFM-Checkliste „Futtermischwagen instandhalten“ und das Merkblatt „Futtermischwagen – richtig beladen“.

Uwe Weddige

Foto © KFM: jede Überfüllung führt zu einer mangelhaften Mischgenauigkeit!

26 03, 2026

Kälber: Kolostrumversorgung sicherstellen!

2026-03-25T05:55:24+00:0026. März 2026|

Immer wieder stellt sich die Frage, wie man mit neugeborenen trinkschwachen Kälbern umgeht. Nach der Aufnahme von zwei Liter Biestmilch geht die Trinklust verloren. Was ist zu tun?

In den ersten Stunden nach der Geburt läuft die Zeit schnell davon: innerhalb der ersten vier Stunden sollte das Kalb rund 10 % des Körpergewichts trinken. Bei leichteren Kälbern sind das drei Liter, sonst vier Liter. Mit einem passenden Softdrencher und etwas Übung geht das zügig und sicher. Lassen Sie sich die Methode von einem erfahrenen Tierarzt zeigen.

Erwärmen Sie das Kolostrum vor der Verabreichung auf 38 – 40°C, um die Aufnahme von Immunglobulinen (Antikörper) zu beschleunigen. Zudem sind neugeborene Kälber empfindlich gegenüber Wärmeverlust. Verwenden Sie auf keinen Fall älteres oder verunreinigtes Kolostrum!

Richtiges Drenchen kann lebensrettend sein, muss aber mit Vorsicht und Hygiene durchgeführt werden. Nur durch korrektes Fixieren des Kalbes und langsames Einführen der Sonde wird sichergestellt, dass das Kalb sicher mit wertvollen Antikörpern versorgt wird.

Drenchen sollte keinesfalls eine Standardmaßnahme in der Kolostrumversorgung sein. Bereits kleine Fehler bereiten dem Kalb Schmerzen und machen ihm den Start ins Leben deutlich schwerer!

Sind trinkschwache Kälber an der Tagesordnung, empfehlen Tierärzte zuerst E-Selen, B-Komplex, ein Schmerzmittel und bei Bedarf einen Schleimlöser zu geben. Entscheidend ist aber die Selenversorgung der trockenstehenden Kuh.

Mehr über fachgerechtes Drenchen erfahren Sie im kostenlosen KFM-Merkblatt „Drenchen von Kälbern“.

Uwe Weddige

Foto © KFM

24 03, 2026

Kühe: Methan in der Diskussion

2026-03-24T06:06:01+00:0024. März 2026|

Kürzlich startete das Forschungsprojekt „Nachhaltige Reduktion von Methanemissionen in Milchkuhbetrieben mittels züchterischer Strategien bei gleichzeitiger Verbesserung der Futtereffizienz und Tiergesundheit – MethaBreed“.

Gemeinsam mit dem Förderverein Bioökonomieforschung (FBF) als Projektkoordinator arbeiten die Vereinigten Informationssysteme Tierhaltung w.V. (vit) sowie die Universitäten in Hohenheim, Kiel und Gießen an der Verbesserung der Nachhaltigkeit in der Milchwirtschaft.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) gefördert, es soll den Zusammenhang zwischen Methanausstoß, Futtereffizienz und Tiergesundheit bei Milchkühen systematisch erfassen und neue züchterische Ansätze entwickeln.

Dazu werden auf Praxisbetrieben tierindividuelle Merkmale von Milchkühen über größere Zeiträume hinweg detailliert erfasst. Mithilfe innovativer Technologien erfolgt eine kontinuierliche Datenerfassung der tierindividuellen Methanemissionen sowie der Futteraufnahme und der Tiergewichte. Die besondere Aufmerksamkeit liegt weiterhin auf der Stoffwechselgesundheit der Milchkühe.

Ein zentrales Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines neuen Zuchtwerts für die Methanemission, um eine gezielte Selektion von Milchkühen mit geringerer Methanproduktion zu ermöglichen.

Mit den Erkenntnissen aus „MethaBreed“ wird ein entscheidender Beitrag zur nachhaltigen und ressourcenschonenden Nutztierhaltung geleistet werden – ein wichtiger Schritt in Richtung geringerer Treibhausgasemissionen und einer klimafreundlicheren Milchviehhaltung.

Uwe Weddige

Foto © Weddige

18 03, 2026

Personal binden: Strategien entwickeln

2026-03-18T23:41:56+00:0018. März 2026|

Landwirtschaftliche Betriebe haben oftmals ein Nachwuchs-Problem. Viele Stellen bleiben unbesetzt.

An der Bezahlung allein scheitert es nicht immer, häufig aber am schlechten Image landwirtschaftlicher Berufe. Die Arbeitswelt hat sich verändert und viele Arbeitgeber in ländlichen Gegenden können mit der Entwicklung nicht Schritt halten.

Die ersten Arbeitsjahre sind für junge Menschen, die in die Berufswelt einsteigen, oftmals sehr anstrengend, sie müssen trotz ihrer guten schulischen und universitären Ausbildung noch viel lernen. Zudem kostet es Arbeit und Zeit, um in Sachen Kommunikation, Teamarbeit und Verantwortung fit zu werden.

Lena Pilz, Coach für Führungskräfte empfiehlt Vorgesetzen, den jungen Kollegen stets auf Augenhöhe zu begegnen und „flache Hierarchien“ zu leben und nicht nur zu versprechen. Die Enttäuschung vieler junger Leute zeigt sich in der sichtbaren Kündigungs- und Wechselbereitschaft.

Junge Menschen benötigen Sicherheit und Vertrauen, um stetig dazulernen zu können. Dabei leiden Sie nicht selten an vernichtender Kritik und übermäßiger Strenge. Sie sollten ermutigt werden, konstruktive Rückmeldungen zu geben, ihre Erfahrungen zu schildern und Verbesserungsvorschläge zu machen. Auch Berufsanfänger wünschen sich Verantwortung, Flexibilität und Selbstständigkeit, oft wird ihnen jedoch mit Kontrolle begegnet und Gehorsam verlangt.

Die beschriebenen Werte- und Generationskonflikte existieren schon viele Jahre. Um junge Mitarbeitende zu binden, ist es jedoch zwingend notwendig, ihnen auf Augenhöhe zu begegnen und von veralteten Überzeugungen und Strategien Abstand zu nehmen.

Uwe Weddige

Foto © KFM

17 03, 2026

Schwanzspitze als Gesundheitsindikator?

2026-03-17T17:50:02+00:0017. März 2026|

Anhand der Schwanzspitzentemperatur soll sich der Gesundheitsstatus von Kühen feststellen lassen.

Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und die Ludwig-Maximilians-Universität München beobachteten 351 Holstein-Kühe hinsichtlich ihrer Schwanzspitzentemperatur. Die Durchschnittstemperaturen unterschieden sich mit 0,2 °C jedoch nur gering. Die Gruppe der Kühe mit den höheren Temperaturen hatte die höchsten Milchleistungen, während die Gruppe mit den geringsten Schwanzspitzentemperaturen eine erhöhte Körpertemperatur oder Fieber sowie eine verminderte Pansenaktivität zeigte.

Die verminderten Temperaturen deuten laut Prof. Kremer-Rücker auf eine schlechtere Durchblutung der Schwanzspitzen hin. Das könne auf Entzündungsgeschehen im Tier hinweisen. Die Wissenschaftlerin rät Milcherzeugern, die Schwanzspitzen der Tiere zu scheren, um Veränderungen besser zu erkennen. Zeigen Kühe vermehrt Veränderungen der Schwanzspitzen, ist von einem Herdenproblem auszugehen. Dies kann unter anderem durch Mykotoxine oder Endotoxine ausgelöst werden. Landwirte sollten dann dringend die Wasserversorgung auf Qualität und Zugänglichkeit überprüfen.

Eine ausreichende Wasseraufnahme der Tiere ist eine wichtige Voraussetzung, um Giftstoffe auszuscheiden. Weiterhin sollten sie die Ration auf ihre Eignung für Wiederkäuer prüfen, um Pansenazidosen vorzubeugen. Die Futtermischung kann zum einen den Abbau bestimmter Mykotoxine hemmen oder auch zur Freisetzung von Endotoxinen in das Blut führen.

Uwe Weddige

Foto ® KFM: Veränderungen der Schwanzspitzen können als Indikator für den Gesundheitszustand dienen.

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