Stare bedienen sich gerne beim Futter von Milchkühen und fressen den Mais aus der Ration, was dann zu einem Energie-Defizit führen kann. Außerdem verursachen die Tiere Verunreinigungen des Futters durch Kot oder Federn. Auch der erhöhte Lärmpegel kann zu einem Stressfaktor für die Kühe werden.
In ihrer Masterarbeit verglich Linnea Schröder Betriebe mit und ohne Stare. Dabei stellte sie in den Betrieben mit einer Starenpopulation einen Rückgang der Milchmenge um 1,5% sowie einen deutlichen Anstieg der Zellzahl und mehr Erstdiagnosen von Euterentzündung fest.
In einem früheren Versuch die Nettoenergieaufnahme durch Starenfraß von 122 MJ auf 116 MJ pro Tag sank. Ebenfalls ist bekannt, dass mit E. coli infizierte Stare die Erreger schon innerhalb von 24 Stunden auf alle Kälber eines Betriebes übertragen hatten.
Vogelschutznetze aus Draht in allen Stallbereichen, geschlossene Stalltore und die Abdeckung der Siloanschnittflächen helfen, die Population zu mindern. Ergänzend dazu sollten die Rückzugsplätze auf dem Hof und im Stall sowie in Grünstreifen und Hecken begrenzt werden. Auch Greifvögel im Stall, akustische Systeme, Knallgeräte und Lasergeräte können zur Vergrämung beitragen.
Linnea Schröder
Foto © Linnea Schröder