Kühe im Stall haben ein höheres Risiko für eine umweltassoziierte Mastitis als Kühe auf der Weide. Dabei stellen Einstreumaterialien eine wichtige Quelle für umweltbedingten Krankheitserreger dar. Deshalb ist eine trockene und bakteriologisch unbedenkliche Einstreu der Liegeboxen wichtig, um den Infektionsdruck zu begrenzen. Gleichzeitig ist Komfort der Schlüssel zum Erfolg für Kühe, die sich gerne zum Ruhen und Wiederkauen hinlegen.
Kühe haben eine starke Vorliebe für trockene Einstreu. Nasse Liegeflächen verursachen Stress unter den Kühen, da dominante Kühe die trockensten Stellen für sich beanspruchen.
Wenn sich eine Kuh hinlegt, haben ihr Euter und ihre Zitzen direkten Kontakt mit der Oberfläche des Liegeplatzes. Die Einstreu sollte sowohl trocken sein als auch möglichst wenig potenziell pathogene Bakterien enthalten.
Die Einstreu kommt mit Kot und Harn sowie mit Bakterien aus anderen Quellen in Berührung. Die richtige Art von Einstreu und deren regelmäßige Erneuerung hilft jedoch, den Infektionsdruck zu verringern. Die Vielfalt der Einstreumaterialien zeigt eine große Bandbreite der hygienischen Eignung. Leben Sie dazu das neu veröffentlichte KFM-Merkblatt „Gute Einstreu kann Mastitis reduzieren“.
Scorings der Eutersauberkeit und der Sprunggelenke geben Hinweise auf die Qualität und Sauberkeit der Liegeflächen. Auch hierzu stehen entsprechende KFM-Merkblätter auf kfm-kasachstan.net zur Verfügung.
Uwe Weddige
Foto © Weddige