Die Biosicherheit soll dazu dienen, Krankheiten von Tierpopulationen, Beständen oder Gruppen fernzuhalten, in denen sie bislang nicht auftreten, oder die Ausbreitung der Krankheit innerhalb des Bestandes zu beschränken.

Das Ziel ist die Verhinderung der Kontamination von Rinderbeständen mit Krankheitserregern und die Erregerausbreitung durch infizierte Tiere.

Maßnahmen der Biosicherheit sollen

  • die Tiergesundheit schützen und das Tierwohl erhöhen
  • den Verbraucher durch die Produktion unbedenklicher Lebensmittel schützen
  • die Gesundheit der Landwirte gewährleisten und sie vor Zoonosen schützen
  • die Wirtschaftlichkeit der Produktion sichern und die gesetzlichen Anforderungen erfüllen

Der häufigste Infektionsweg ist der direkte Kontakt von Tier zu Tier, wobei der Erreger z. B. durch die Atemluft oder auch über ein Sekret übertragen wird. Die zweithäufigste Ursache für die Übertragung von Krankheitserregern sind Personen- und Fahrzeugkontakte.

Maßnahmen der Biosicherheit in den Bereichen Tiergesundheitsmanagement, Tierzukauf, Fahrzeug- und Besucherverkehr sowie Schadnager- und Fliegenbekämpfung schützen Tier und Mensch vor Erkrankungen. Alle Mitarbeiter eines Betriebes sollten sich bemühen, sie umzusetzen – auch zum eigenen Schutz!

Das neu erschienene KFM-Merkblatt „Biosicherheit in der Rinderhaltung“ gibt wertvolle Tipps zum Schutz Ihres Betriebes.

Uwe Weddige

Foto: Auch Milchtankwagen stellen ein Risiko für die Biosicherheit dar © KFM