6 09, 2022

Gesundes Futter für unsere Rinder

2022-09-06T03:06:54+01:006. September 2022|

Ernte gut, alles gut? Die Futterernte steht bevor. Die Silos werden mal mehr, mal weniger gut gefüllt sein. Aber wie wird es mit der Qualität der Silagen aussehen? Welche Weichen können Sie jetzt noch stellen?

Kennen Sie den optimalen Erntezeitpunkt Ihrer Früchte? Schafft es der Häcksler, alle Körner zu zerschlagen und ausreichend kurz zu häckseln? Welche Möglichkeiten gibt es, die heilen Körner schnell auszuzählen und die Häcksellänge zu überprüfen? Kennt der Fahrer die richtige Stoppellänge? Stehen ausreichend Walzschlepper zur Verfügung? Sind die Silos vorbereitet? Wo können Sie Ihre Silagen untersuchen lassen? Wie entnimmt man Proben?

Viele Fragen, aber wo kann man ansetzen, um besseres Futter zu ernten? Welche Maßnahmen sind wichtig?

Vielfach ist eine ganze Reihe von Faktoren die Ursache für misslungene Silagen. Wir geben in unserem aktuellen Newsletter wichtige Tipps zum Erntezeitpunkt, zur Häckslereinstellung sowie zur Verteilung und Verdichtung im Silo und wir erläutern die Sache mit der zweiten Folie und der Luftpumpe.

Viele Freude beim Lesen

Uwe Weddige

22 08, 2022

Auf Dippmittel verzichten?

2022-08-22T08:36:59+01:0022. August 2022|

Rot, grün, blau: Das Angebot von Mittel für den Postdipp ist unüberschaubar. Die positive Wirkung von hochwertigen Produkten auf die Eutergesundheit bleibt unumstritten, aber die Kosten für den Mitteleinsatz sind auch nicht unerheblich.

Das Dippen der Zitzen nach dem Melken gilt als anerkannte Maßnahme zur Mastitisvorbeuge. Es hat jedoch keinen heilenden Effekt bei bereits bestehenden Euterentzündungen. Betriebe mit dauerhaft hohen Zellzahlen werden durch den alleinigen Einsatz eines Dippmittels nicht ihre Eutergesundheitsprobleme lösen.

Ein Dippmittel ist genauso ein Teil der Vorbeugestrategie wie saubere Stallumgebung, leistungsgerechte Fütterung, fundiertes Trockenstellmanagement, optimal gewartete Melktechnik, gute Zitzenkondition und nicht zuletzt eine gute Hygiene beim Melkvorgang.

Die Euterhaut wird durch die Reinigung, den Melkvorgang selbst sowie äußere Umwelteinflüsse wie Kälte, Wind, Sonneneinstrahlung oder kalkhaltige Einstreumaterialien stark beansprucht:  die Haut wird rissig und spröde. In Folge können Mastitiserreger leichter in den Strichkanal eindringen. Zudem dauert es nach dem Melken bis zu 30 Minuten, bis sich der Strichkanal völlig verschließt. In dieser Zeit können pathogene Keime in der Zitze eindringen und Entzündungen verursachen.

Dippmittel mit Jod oder organischen Säuren als desinfizierende Komponente gelten als effizient, breitenwirksam und stabil. Nur Dippmittel mit pflegende Komponenten wie Glycerin, Lanolin oder Allantoin erfüllen ihren Zweck vollständig.

An hoher Sorgfalt geht kein Weg vorbei: mindestens 2/3 der Zitze sollten gleichmäßig vom Dippmittel bedeckt werden, eine Tropfenbildung an der Zitzenspitze ist erwünscht. Das Präparat muss mehrere Minuten einwirken, Kot, Harn oder Milch beeinträchtigen die Wirkung. Die Applikation des Mittels erfolgt stets unmittelbar nach Abnahme des Melkzeuges. Zu diesem Zeitpunkt ist der Strichkanal noch offen und das Dippmittel kann dort eindringen und Keime abtöten.

Beim Tauchverfahren mittels Dippbecher finden zähflüssige Barrieredippmittel Verwendung. Eine Verschleppung von Erregern ist bei hochwertigen Produkten nicht gegeben. Voraussetzung ist die Anwendung eines Dippbechers mit Rücklaufsperre (non-return), mit dem verhindert wird, dass die Lösung vom Oberteil in den Vorratsbehälter zurücklaufen kann. Stattdessen kommt durch Drücken auf den Behälter immer neues Mittel ins Oberteil. Natürlich sind diese Becher täglich zu säubern.

Uwe Weddige

18 08, 2022

Milben kosten Milch!

2022-08-18T04:47:39+01:0018. August 2022|

Die kleinen Spinnentiere sind zwar ständige Begleiter der Rinder, aber nur bei Haltungs- und Fütterungsmängeln werden sie aktiv. Sie ernähren sich von Körpersubstanzen des Rindes. Ihre Vermehrung erfolgt über die Eiablage auf dem Wirtstier. Die Entwicklung vom Ei zur geschlechtsreifen Milbe dauert rund zwei bis drei Wochen.

Je nach Art können sie bis zu 70 Tage auch ohne Rinder überleben. Raue Oberflächen und Kuhbürsten dienen ihnen als Versteck, dunkle, UV-Licht freie Ställe erleichtern ihr Überleben, deswegen sind sie auch besonders im Winter aktiv.

Typische Zeichen sind Haarausfall, der oft mit Juckreiz verbunden ist, sowie die streifenartige Verdickung der borkig und schuppig erscheinenden Haut. Zuerst sind oft Kopf, Hals, Nacken und Kreuzbeinregion mit Schwanzansatz betroffen. Durch die Besiedelung der geschädigten Haut mit Bakterien und Scheuerverletzungen können eitrige und nässende Wunden entstehen. Diese Erkrankungen sind schmerzhaft, die betroffenen Tiere müssen daher unverzüglich tierärztlich behandelt werden.

Milben verursachen Leistungseinbußen bei Milchkühen von über 2 l Milch pro Tag. Eine Bekämpfung ist daher auch ökonomisch wichtig.

Neben den Faktoren rund um das Wohlbefinden des Tieres hat auch die Fütterung einen großen Einfluss auf die Wehrhaftigkeit des einzelnen Rindes. Daher sollten hier die nötigen Verbesserungen zügig eingeleitet werden, um weitere Erkrankungen zu verhindern. Bei einer Nachweisrate von mehr als 12 % eines Bestandes wird zu einer Behandlung des gesamten Bestandes geraten.

Für die Behandlung können nur Wirkstoffe mit einer akariziden Wirkung eingesetzt werden. Die einmalige äußerliche Pour-On-Anwendung ist besonders bei der Steißräude sehr erfolgreich. Bei Saug- und Grabmilben sind Injektionspräparate vorteilhafter

Uwe Weddige

17 08, 2022

Herdenmanager in Haus Düsse

2022-08-17T04:47:27+01:0017. August 2022|

Deutsche Milchviehexperten trainieren eine Woche lang kasachische Tierärzte und Herdenmanager.

Kürzlich reisten neun Mitarbeiter der KFM-Pilotbetriebe nach Deutschland, um an einem Intensivkurs für Herdenmanager teilzunehmen. Bakdaulet Tursynbay (KFM) begleitet die Gruppe während der gesamten Reise, zusammen mit Aigul Lennartz (ADT) übersetzt er die Kommunikation zwischen den Teilnehmern und den Ausbildern des Versuchs- und Bildungszentrum für Landwirtschaft in Haus Düsse.

Tierärzte und Herdenmanager sollen das genetische Leistungspotential einer Rinderherde erkennen und auszuschöpfen. Dabei geht es auch immer um das Wohlergehen und die Gesundheit der Rinder. In Verbindung mit Daten und Kennzahlen reicht Herdenmanagern oft ein geschulter Blick auf die Tiere. In vielen Betrieben organisieren, überwachen und kontrollieren die Rinderexperten aber nicht nur die Tiere und Abläufe im Stall, sie kümmern sich oft auch um die Kollegen. So übernehmen sie das Delegieren von Aufgaben und die Erstellung von Arbeitsplänen.

Der Ausbildungstag in Haus Düsse beginnt morgens mit einem Rundgang durch die Ställe. Dabei wird überprüft, ob die Tiere gesund sind und ob Besamungen notwendig sind.

Tagsüber stehen Übungseinheiten wie die Gesundheit der Tiere, das ordnungsgemäße Melken, die Boxenpflege, die Nachzucht, das Füttern und die Klauenpflege der Tiere auf dem Programm. Außerdem trainieren die Teilnehmer die Erstellung von Arbeitsplänen und die Durchführung von Dokumentationsarbeiten sowie den Umgang mit modernen Techniken zur Brunsterkennung und anderen Managementprogrammen.

Jeder Ausbildungstag endet stets wie er begonnen hat: mit einem Rundgang durch den Stall.

Uwe Weddige

12 08, 2022

Angst erzeugt Stress!

2022-08-12T06:10:24+01:0012. August 2022|

In der täglichen Beratungsarbeit stehen die Tiere im Mittelpunkt, das ist selbstverständlich. Wenn ich einen Viehbetrieb besuche – egal ob in Kasachstan oder in Deutschland –  versuche ich immer, mir ein klares Bild von täglichen Abläufen ​​zu machen. Es beginnt mit „Beobachten und Registrieren“, dem folgt stets das Gespräch mit dem Herdenmanager zur Analyse und Auswertung.

Es ist interessant und wichtig, zu sehen und zu hören, wie das Stallpersonal mit den Tieren interagiert. Zeigen die Tiere Stressreaktionen als Ausdruck von Angst oder bleiben sie „cool“?

Tiere sehen im Menschen oft eine potentielle Gefahr, manchmal ist er für sie auch uninteressant und sie beachten ihn kaum. Auf jeden Fall ist er so etwas wie der „Futtergott“ und er kann auch als Sozialpartner wahrgenommen werden. Alle Varianten erlebe ich in den verschiedensten Ausprägungen.

Fakt ist, dass Stressreaktionen das endgültige Produktionsergebnis deutlich beeinflussen. Stress reduziert die Milchleistung. Ein gutes Beispiel sind die Unterschiede in der Gesamtmelkzeit und Gesamtmilchleistung zwischen verschiedenen den Melkteams auf dem gleichen Betrieb. Herdenmanager kennen diesen Effekt, können ihn oft aber nicht erklären.

Angst und Stress verursachen ein negatives Verhalten des Tieres, Kühe stehen nicht ruhig, geben die Milch nicht her – wir alle kennen diese Situationen. Was passiert? Die Melker werden ungeduldig, der Teufelskreis in der Mensch-Tier-Beziehung beginnt.

In den modernen Haltungsverfahren kommt es kaum noch zu unbelasteten Kontakten zwischen Mensch und Tier. Wenn es überhaupt zu Berührungen kommt, dann verursachen Maßnahmen wie Enthornen, Klauenpflege und Impfungen dem Tier Schmerzen. Im Ergebnis sind erleben die Tiere Angst und Stress und einem Verlust an Tierwohl, dem Mensch widerfährt ein Mangel an Arbeitssicherheit, Effizienz, Ertrag und Zufriedenheit.

Dieser negative Teufelskreis kann nur durch eine Änderung der inneren Einstellung der Tierbetreuer durchbrochen werden. Ändert sich das Verhalten des Menschen positiv, wird sich mit der Zeit auch das Verhalten der Tiere positiv verändern.

Uwe Weddige

Foto: KFM

8 08, 2022

Milchaustauscher richtig dosieren

2022-08-08T06:57:58+01:008. August 2022|

Unter 1.000 g Milchaustauscher pro Tag geht es nicht! Aber nicht nur die Menge, sondern auch die Konzentration des Pulvers beeinflussen maßgeblich die Gesundheit und Entwicklung von Kälbern. Vollmilch und Milchaustauscher (MAT) erfüllen zwar den gleichen Zweck, sie unterscheiden sich jedoch in vielen Punkten.

1 l Vollmilch besteht aus rund 87 % Wasser und zu 13 % aus Feststoffen und Nährstoffen. Vergleicht man die Nährstoffe, Energie und Eiweißgehalt der Vollmilch mit denen von guten Milchaustauschern, werden von einem hochwertigen Milchaustauscher 150 g benötigt, um die Nährstoffe von 1 l Vollmilch mit etwa 13 % Trockensubstanzgehalt zu erreichen. Für 1 Liter fertige Tränke müssen also 850 g Wasser und 150 g Pulver verwendet werden.

Im Winter den „Kältezuschlag“ nicht vergessen! Sinken die Umgebungstemperaturen unter 15°C bis zur 3. Lebenswoche bzw. unter 5°C ab der 3. Lebenswoche steigt der Energiebedarf des Kalbes für seine Erhaltung um ca. 30% an. Deswegen sollten mindestens 250 g MAT je Kalb und Tag zusätzlich gegeben werden.

Wassertemperatur im Auge behalten! Nur bei korrekten Temperaturen vermischen sich die Komponenten zu einer stabilen und gut verdaulichen Flüssigkeit. Beachten Sie unbedingt die Angaben des Herstellers.

Kontrolle nicht vergessen! Füllen Sie ein wenig Tränke in ein Glas und beobachten Sie, ob sich Bestandteile auf dem Boden absetzen.

Diese Tipps lesen Sie auch im KFM-Merkblatt „Milchaustauscher (MAT) richtig füttern!“, hier geht es zum Download.

Uwe Weddige

3 08, 2022

Hitzestress: Kühe richtig kühlen

2022-08-03T06:42:42+01:003. August 2022|

Wassersprinkler und Ventilatoren laufen im texanischen Sommer fast ununterbrochen. Angesichts einer extremen Hitzewelle, rüsten Landwirte ihre Kühlsysteme weiter auf, um sicherzustellen, dass es ihren Kühen so gut wie möglich geht.

Joseph Osinga, der in Zentraltexas mit 1.600 melkenden Kühen und im nördlichen Illinois mit 1.400 melkenden Kühen Milch erzeugt, klagt über die überdurchschnittlichen Temperaturen: „Obwohl meine Kühe überwiegend in querbelüfteten Ställen untergebracht sind, laufen Ventilatoren und Springler auf Hochtouren.“ Osinga konnte dank der ausgeklügelten Kühltechnik aber bisher keine Veränderung bei der Futteraufnahme oder der Milchmenge feststellen: „wir sind heute tatsächlich bei 42 kg und offensichtlich halten die Kühe diese Menge“.

3 wichtige Tipps von Juan Piñeiro, Assistenzprofessor und Milchspezialist in Texas:

– Reinigen Sie Ihre Ventilatoren vor Beginn des Sommers, um deren Effizienz zu steigern und richten Sie die Geräte in einem 30-Grad-Winkel zum Boden aus.

– Ventilatoren sollten für eine angemessene Luftbewegung um die Kühe herum sorgen. Dies gilt für den Fressbereich wie auch für Liegeboxen. Besonders im Liegen können Kühe nur schlecht Wärme abgeben, deswegen sind Lüfter dort extrem wichtig.

– Nutzen Sie die kombinierte Wirkung von Ventilatoren und Sprinklern im Wartehof vor dem Melkstand. Wenn die Umgebungstemperatur über 30°C beträgt, sollten die Sprüher alle fünf Minuten für kurze Zeit aktiviert werden.

Darüber hinaus betont Piñeiro, dass die Kombination aus einer guten Wärmedämmung des Melkhausdaches mit einer leistungsstarken Lüftung sowohl den Kühen als auch den Melkern zu Gute kommt.

Uwe Weddige (Quelle: DairyHerd)

21 07, 2022

Medikamente sicher aufbewahren

2022-08-02T05:44:11+01:0021. Juli 2022|

Auf jedem Milchviehbetrieb gibt es eine Stallapotheke. Manche sind vorbildlich eingerichtet, andere überzeugen weniger.

Grundsätzlich sollte ein Arzneimittelraum oder -schrank abschließbar und nur für befugte Personen zugänglich sein. In großen Stallanlagen ist es mit einem Raum an zentraler Stelle oftmals nicht getan. Ein zusätzlicher Platz in der Nähe der Kranken- und Abkalbeboxen erspart weite Wege.

Sauber, trocken und gut beleuchtet sollte es in der Umgebung des Schrankes bzw. im Lagerraum sein. Wichtig ist, dass die Medikamente trotzdem möglichst lichtgeschützt gelagert werden.

Oftmals nicht bedacht werden die Frostgefahr sowie die Erwärmung durch direkte Sonneneinstrahlung. Die Lagertemperatur sollte zwischen 15° und 25°C liegen. Verschiedene Medikamente, beispielsweise Impfstoffe, müssen sogar zwischen 2 bis 8 °C aufbewahrt werden. Ohne Kühlschrank wird es in keinem Betrieb gehen. Diese Schränke und Kühlschränke dürfen zudem nicht für andere Zwecke, also keineswegs für Lebensmittel und Getränke, verwendet werden.

Der Übersicht halber sollten angebrochene Gebinde gut sichtbar von verschlossenen getrennt sein. Anders als auf dem Foto sind Kanülen nicht in den Durchstichdeckeln angebrochener Flaschen zu belassen. Grundsätzlich sollten alle Medikamente nach dem First-in-/First-out-Prinzip gelagert werden.

In direkter Nähe zum Medikamentendepot lagern sinnvollerweise auch saubere Einwegspritzen, Kanülen, Einweghandschuhe, OP-Besteck sowie Desinfektionsmittel für die Einstichstelle. Ebenfalls benötigt wird ein verschließbarer Mülleimer, der die benutzten Kanülen und Spritzen aufnimmt. In der Gülle oder im Mist haben diese Dinge nichts zu suchen!

Uwe Weddige

18 07, 2022

Kälberstall bauen – 5 Tipps

2022-07-14T07:59:07+01:0018. Juli 2022|

Stallvarianten gibt es viele, oft funktionieren sie jedoch eher schlecht. Was gilt es unbedingt zu beachten?
1. Lüftung: die Wirkung schlechter, feuchter Luft und hohen Ammoniak-Konzentrationen durch geringen Luftaustausch sind bekannt. Erkrankungen der Atemwege, geringe Futteraufnahmen und nicht endende Gesundheitsprobleme bei den Kälbern sind die Folge. Ohne frische Luft geht es nicht. Im Sommer nutzt man offene Wände und Lüftungsfirste, im Winter bringen Schläuche Luft in den Stall.

  1. Kälber-Komfort: das Tierverhalten zeigt uns, ob Kälber sich wohl fühlen. Gesunde Kälber sind neugierig, besaugen sich nicht und spielen miteinander. Wichtig ist ausreichende und trockene Einstreu. Sie bietet eine gepolsterte Liegefläche, nimmt Feuchtigkeit auf, die Tiere bleiben sauber und das Risiko für Krankheiten und Stress sinkt. Daneben sorgen Stroh und Spielzeug für Beschäftigung und Tierwohl.
  2. Witterungsschutz: Kasachstans Witterungsextreme stellen großer Herausforderungen an Stall und Tierbetreuer. Bei hohen Temperaturen leiden Kälber unter Hitzestress, schattenspendende Dächer für Kälber in Iglus schaffen Abhilfe. Im Winter dagegen frieren Kälber schnell, schon bei Temperaturen oberhalb der Frostgrenze müssen sie über das Aufstellen der Haare, Zusammenkauern und Zittern Wärme produzieren, dafür benötigen sie viel Energie. Für eine gute Entwicklung sind eine geschützte Unterbringung sowie eine erhöhte Energieversorgung im Winterhalbjahr daher zwingend notwendig.
  3. Sauberkeit und Hygiene: saubere Einstreu sowie die regelmäßige Reinigung der Iglus und Nuckeleimer tragen wesentlich zur Entwicklung der Kälber bei. In einer unsauberen Umgebung dagegen muss ein Kalb viel Energie aufwänden, um sich gegen Hitze oder pathogene Keime zu wehren.
  4. Arbeitseffizienz: wenige und einfache Arbeitsgänge begeistern das Personal: ohne Analyse der notwendigen Arbeiten kann jedoch kein effizienter, praktischer und kostengünstiger Stall entstehen. Die Unterbringung und Versorgung der Kälber sollte so arbeitseffizient wie möglich gestaltet werden, ohne dabei Abstriche bei der Gesundheit von Mensch und Tier zu machen.

Uwe Weddige

15 07, 2022

KFM Milchprojekt Newsletter Juli 2022

2022-07-15T12:52:20+01:0015. Juli 2022|

Liebe Leser!

Gesunde Kälber sind die Grundlage für fruchtbare und leistungsstarke Milchkühe. Oftmals haben es aber besonders schwache Kälbern beim Start ins Leben nicht immer leicht. Erfahren Sie mehr über einfache Möglichkeiten zur Optimierung der Kälberaufzucht und -gesundheit in der Kolostrum- und Tränkephase.

Vollmilch kann genauso wie Milchaustauscher zum Erfolg führen. Besondere Beachtung schenken wir in diesem Newsletter dem Verfahren der sogenannten Kalttränke, außerdem geben wir wichtige Hinweise zur Vermeidung von Durchfällen und wie Sie mit dem gegenseitigen Besaugen der Kälber umgehen.

Lesen Sie, warum Kälber unbedingt Wasser zur Verfügung haben müssen und wie Sie mit einfachen Mitteln Ihren Tieren übermäßigen Stress in der Absetzphase ersparen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Freude beim Lesen und viel Erfolg im Stall

Hier geht‘s zum Download.

Ihr Team vom Milchprojekt

Foto: KFM

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