About Uwe Weddige

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6 11, 2025

Der Winter kommt!

2025-12-17T12:21:28+00:006. November 2025|

Frühe und starke Wintereinbrüche gelten in Kasachstan als normal. Trotzdem kann sich jeder Betrieb auf die kalte Jahreszeit vorbereiten und damit unnötige Arbeiten vermeiden.

Häufig frieren Wasserleitungen ein, dabei muss Milchkühen ununterbrochen frisches Wasser zur Verfügung stehen. Gut bewährt haben sich Zirkulationssysteme mit Umwälzpumpen, die das Wasser ständig anwärmen und in Bewegung halten. Ist kein Kreislauf möglich, können in Trogtränken einfache Bimetallventile die Frostgefahr durch den ständigen Wasserzulauf mindern. Allerdings ist der Überlauf so abzuleiten, dass es nicht zur Glatteisbildung im Stall kommt.

Auch Melkstände sind frostgefährdet. Neuere Melkzentren verfügen oftmals über eine Warmluftheizung. In älteren Melkständen bewähren sich mobile Heizlüfter. Besonders zwischen den Melkzeiten muss der Melkstand so abgedichtet sein, dass die Wärme nicht entweichen kann. Fenster und Türen sind zu schließen, während der Warteraum mit einer Jalousie abgedichtet werden kann. Den Kühen stört die Kälte weniger, aber für die Melker ist die Arbeit in einem leicht temperierten Melkstand weitaus angenehmer.

Noch vor Wintereinbruch sind die Schließ- und Öffnungsfunktionen der Curtains in den Liegehallen zu prüfen. Bei starkem Frost, insbesondere bei gleichzeitigem Wind sollen diese zuverlässig schließen. An sonnigen Tagen und mildem Frost müssen sie sich problemlos öffnen lassen, um überschüssige Feuchtigkeit aus dem Stall abzuführen.

Bei längeren Frostperioden frieren oftmals die Gülleschieber in den Laufgängen ein. Bewährt haben sich Frostschutzschaltungen, bei denen die Schieber nur kurze Stillstandszeiten haben. Trotzdem führt das Einfrieren der Klappen oftmals zu einem erhöhten Wartungs- und Kontrollaufwand. In extremen Fällen kann es helfen die Laufgänge mit Streusalz aufzutauen. Da die Tiere sich auf rutschigen Böden weniger bewegen, muss immer ausreichend Futter auf dem Futtertisch liegen.

Uwe Weddige

Foto: © KFM

4 11, 2025

Trinken Ihre Kühe genug?

2025-12-17T12:21:53+00:004. November 2025|

Kühe verfügen über einen sehr gut entwickelten Geruchssinn. Sie reagieren sensibel auf Gerüche und damit auch sehr empfindsam, wenn ihnen das Wasser nicht schmeckt. Trinken sie zu wenig, bemerken wir es sofort an der sinkenden Milchleistung.

Jede Kuh muss pro Liter Milch 3 Liter Wasser trinken. Besonders nach dem Melken haben die Kühe riesigen Durst und wollen nicht warten. Für jedes Kilogramm Trockenmasseaufnahme müssen sie 5 Liter trinken. Das können, je nach Umgebungstemperatur, bis zu 140 l Wasser am Tag sein!

Besonders verunreinigtes Wasser bremst die Aufnahme, aber oft sind auch die Montage der Tränken an engen Durchgängen, ein zu geringes Fassungsvermögen, eine Wassertiefe unter 8 cm und nicht ausreichend Freiraum um die Tränke herum die begrenzenden Faktoren.

Wasser mit Eisengehalten über 0,5 mg/l nimmt braune Farbe an und schmeckt unangenehm metallisch. Eisen verursacht zudem oxidativen Stress bei Milchkühen, es wird außerdem mit erhöhtem Auftreten von Mastitis und einer geringen Immunfunktion in Verbindung gebracht. Durch die Bildung von Biofilmen mit Eisen liebenden Bakterien kann die gesamte Tränkeanlage verkeimen. Bei nicht erklärbaren Allgemeinerkrankungen, Fruchtbarkeitsstörungen, geringer Leistungsfähigkeit und zu geringer Wasseraufnahme sollte das Tränkewasser stets im Labor untersucht werden.

Tränkеwasser sollte sauber sein, aber auch regelmäßiges Reinigen der Tröge gehört auf den täglichen Arbeitsplan. Eine Wasseruhr gibt außerdem zuverlässig Auskunft über die Wasseraufnahme der Tiere, nur so kann man bei sinkendem Verbrauch frühzeitig reagieren.

Uwe Weddige

Foto: © KFM

30 10, 2025

Fruchtbarkeit stärken

2025-10-30T06:59:49+00:0030. Oktober 2025|

Gesunde Kühe sind fruchtbar, aber in der Praxis beeinflussen viele Faktoren den natürlichen hormonellen Zyklus, sie können ihn hemmen oder sogar stoppen.

Allgemeine körperliche Konstitution der Kuh, Nahrungsangebot, Energie- und Nährstoffversorgung, Stress und Haltungsumfeld sowie Hygiene und gesundheitliche Belastungen oder Erkrankungen beeinfluss die individuelle Fruchtbarkeit eines Tieres und damit auch der ganzen Herde. Als Tierhalter haben Sie es in der Hand, optimale Bedingungen zu schaffen und negative Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit der Kühe zu reduzieren.

Große Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit der Kuh haben der gesundheitliche Zustand und Stressbelastungen, dabei spielen besonders Entzündungen des Euters oder der Gebärmutter eine wichtige Rolle. Es werden Hormone und andere chemische Substanzen freigesetzt, die die Aufnahme einer Trächtigkeit verhindern können. Durch bakterielle Entzündungen werden außerdem Toxine gebildet, die ebenfalls den Hormonhaushalt stören.

Darüber hinaus wirkt sich Stress bei Kühen ebenfalls auf deren Gesundheit und Fruchtbarkeit aus. Vermeiden Sie deshalb Überbelegungen in den Ställen, sorgen Sie für gut erreichbare Futterstellen und stellen Sie durch ruhige, regelmäßige und gewohnte Abläufe ein stressfreies Umfeld für die Tiere sicher.

Auch die Kalbung selbst kann die Fruchtbarkeit der Kuh für die Folgezeit beeinflussen. Eine wesentliche Rolle spielen dabei die hygienischen Umstände in der Kalbebox. Durch Kalbungen in unsauberen Umgebungen kann es in der Folge zu Gebärmutterentzündungen kommen, was wiederum die Trächtigkeitsrate vermindert.

Als Tierhalter haben Sie es selbst in der Hand, die Fruchtbarkeit der Kühe in Ihrem Betrieb positiv zu beeinflussen. Lernen Sie die Einflussfaktoren kennen und arbeiten Sie diese im Betrieb systematisch und im Rahmen von ständigen Verbesserungen regelmäßig ab.

Uwe Weddige

Foto: © KFM

29 10, 2025

Fütterungswissen ergänzen

2025-10-30T04:25:46+00:0029. Oktober 2025|

Jeder Milcherzeuger war schon einmal unzufrieden mit seiner Herde: die Milchmenge passt nicht zur Ration, die Zellzahl liegt zu hoch, die Klauengesundheit lässt zu wünschen übrig und im Stall häufen sich die Probleme.

Vielleicht haben Sie in dieser Notsituation auch schon einmal ein „Wundermittel“ probiert, auch wenn es sich dabei um die Behandlung von Symptomen und nicht um die Ursachenbehebung handelte.

Vielen Betrieben fehlt praktisches Fütterungswissen und oft auch der Wille für einen ständigen Verbesserungsprozess. Probleme mit Klauen, Milchfieber und eine schlechte Eutergesundheit sind oft Folgen von Fütterungsfehlern. Krankheiten führen nicht nur zu einer höheren Arbeitsbelastung und zu gesteigerten Tierarztkosten, sondern rauben auch die Freude und Motivation an der Arbeit. Nur gesunde Kühe geben Milch und machen Spaß.

Dafür sollten Sie wissen, welche Komponente in Ihrer Ration für welchen Effekt zuständig ist und wie die Ration angepasst werden muss, wenn es Auffälligkeiten im Stall gibt oder Futterwechsel anstehen. Die Auswirkungen einer gesunden Fütterung sind enorm. Geringere Futterkosten, gesündere Tiere, höhere Leistungen, weniger Klauenprobleme, geringere Remontierung und weniger Zwangsabgänge führen schnell zu Differenzen von 20.000 (33 €) – 60.000 KZT (100 €) pro Kuh. Damit geht viel Geld für die Weiterentwicklung des Betriebs verloren.

Diese Zahlen zeigen, dass sich die Herde nur nachhaltig entwickeln lässt, wenn der Betriebsleiter über vertieftes praktisches Fütterungswissen verfügt. Dieses Wissen findet man weder bei Google noch bei Youtube.

Die Personen, die jeden Tag Einfluss auf die Fütterung nehmen und die Veränderungen in der Herde direkt erkennen können, brauchen Werkzeuge, um dann auch die richtigen Schlüsse für die Fütterung zu ziehen.

Sprechen Sie uns an, um an einem unserer Fütterungsseminare mit vielen praktischen Übungen teilzunehmen (Kontakt: ainagul.ayaganova@adt.de).

Uwe Weddige

Foto: © KFM

23 10, 2025

Bildung fördert Rentabilität

2025-10-23T11:19:05+01:0023. Oktober 2025|

Die Umfrage vom Unternehmerverband Atameken und auch die KFM-Auswertungen bestätigen es: die Entwicklung der Landwirtschaft, besonders die der tierhaltenden Betriebe leidet unter einem deutlich spürbaren Mangel an Fachkräften.

Neun Referenten setzten sich kürzlich in einer Konferenz am Rand der KazAgro intensiv mit den damit zusammenhängenden Fragestellungen auseinander. Eine große Hilfe für die Personalfindung sieht Yerbolat Karmambayev (Logos Grain LPP) in der Automatisierung und Digitalisierung sowie in der Schaffung „sauberer“ Arbeitsplätze.

Nach Auffassung von Uwe Weddige (KFM) kann nur eine gute Ausbildung in Kombination mit regelmäßigen Weiterbildungsmaßnahmen eine fehlerarme Arbeitserledigung und fachgerechte Entscheidungen bewirken. „Auf diese Weise wird die Motivation gestärkt, die Mitarbeiter identifizieren sich mit ihrem Arbeitsplatz und die Produktivität und auch die Rentabilität nehmen spürbar zu“, so der KFM-Projektleiter.

Diese Auffassung bestätigten Alexander Zharov (DEULA Nienburg) und Aram Aristakesyan von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Beide Einrichtungen bieten für künftige kasachische Fachkräfte ein großes Portfolio an Ausbildungsmaßnahmen in Kasachstan und in Deutschland an. Besonders wichtig ist den beiden Bildungsexperten die intensive Verknüpfung von theoretischem und praktischem Wissen.

In seiner Moderation und der Zusammenfassung unterstrich Maksim Sutula (NANOZ) die Bedeutung von Aus- und Weiterbildung für die Erreichung der Produktivitätsziele: „nur dieser Weg ermöglicht es der Republik Kasachstan, die Innovationskraft und die internationale Wettbewerbsfähigkeit seiner Landwirtschaft zu sichern!“

Uwe Weddige

Foto: © KFM 2025

21 10, 2025

Nackenrohr vers. Fressgitter

2025-10-23T07:40:19+01:0021. Oktober 2025|

Neubauten für 600 und mehr Milchkühe sind in Kasachstan an der Tagesordnung. Im Zusammenhang mit den Stallplanungen ist immer wieder die Frage nach der Ausführung des Fressgitters zu beantworten.

Zunächst sind Selbstfang-Fressgitter im Vergleich zum einfachen Nackenrohr erst einmal deutlich teurer. Selbstfang-Fressgitter können zudem das Fressverhalten behindern, besonders wenn sie zu hoch oder zu niedrig montiert werden. Dagegen lassen sich Kühe im Fressbereich fixieren, das kann z.B. bei Bestandsimpfungen sehr sinnvoll sein. Zudem entfällt das oft sichtbare Verdrängen und Mobbing, besonders von Färsen.

Als unverzichtbar gelten Selbstfangfressgitter im Selektions- und Behandlungsbereich. Auch in Strohgruppen sind stets einige Fressplätze zur sicheren Fixierung von Tieren mit Selbstfanggittern auszurüsten.

Auch wenn zunächst keine Selbstfanggitter eingebaut werden, sollten die notwendigen Pfosten bereits in der Bauphase einbetoniert werden. In Hochleistungs- und Fresh-Cow-Gruppen fallen häufiger Kontrollen und Behandlungen an. Hier sind Selbstfanggitter besonders sinnvoll. Bei Kühen in der späten Laktation und bei Frühtrockenstehern kann man dagegen am ehesten auf Selbstfang-Fressgitter verzichten.

Auf die richtigen Maße achten (Grafik): Die Höhe des Nackenriegelrohres lässt sich ganz leicht mit der Formel: 0,9 x die durchschnittliche Widerristhöhe der Tiere, berechnen.

Noch entscheidender als die Fressplatzgestaltung ist für eine hohe Futteraufnahme, dass immer Futter vorliegt und dieses nicht selektierbar ist. Ansonsten nimmt das Konkurrenzverhalten am Futtertisch deutlich zu und jede Kuh frisst eine andere Ration.

Uwe Weddige

Grafik: © KFM 2024

16 10, 2025

Bildungskonferenz

2025-10-16T11:38:16+01:0016. Oktober 2025|

Die kasachische Milcherzeugung entwickelt sich mit großer Geschwindigkeit. Für den Bau von Stallanlagen steht eine breite Palette an technischen und baulichen Ausrüstungen zur Verfügung. Gesunde Tiere mit besten Erbanlagen können ebenfalls geliefert werden und geeignete Futtermittel stehen ebenfalls zur Verfügung.
Unbestritten ist, dass die Milcherzeugung ein umfassendes und vertieftes Wissen in allen Bereichen der Haltung und der Versorgung der Rinder und natürlich auch im Management erfordert.
Ist das Personal stets in der Lage, seine Aufgaben auf allen Ebenen zu erfüllen? Gibt es Hemmnisse in der Bildung? Wie wirken sich betriebliche Weiterbildung und Beratung auf die Rentabilität der Milcherzeugung aus? Was kann getan werden, um die hohen Ziele von Rentabilität, Nachhaltigkeit, Tierwohl und Tiergesundheit zu erreichen?
Unsere Referenten schildern nicht nur den Status Quo, sie zeigen auch gangbare Wege und umsetzbare Beispiele auf. Sie sind herzlich eingeladen, an unserer Veranstaltung teilzunehmen und mit unseren Experten zu diskutieren.
Der Eintritt ist kostenfrei.
Uwe Weddige/KFM
Grafik: © KFM/APD

14 10, 2025

Kolostrum beeinflusst Milchleistung

2025-10-14T14:03:06+01:0014. Oktober 2025|

Wissenschaftler diskutierten kürzlich auf der 47. Discover Konferenz über die Resilienz von Milchviehherden. Besonders interessant erscheint in diesem Zusammenhang die Erkenntnis, dass das Fundament für eine hohe spätere Milchleistung und eine gute Tiergesundheit bereits unmittelbar nach der Geburt gelegt wird.

Dem Team um Angel Abuelo von der Michigan State Universität gelang der Nachweis, dass zwei Kolostrumgaben von insgesamt 5 Liter innerhalb der ersten sechs Lebensstunden in der ersten Laktation zu einer höheren Milchleistung von rund 1.000 kg und auch zu einer besseren Fruchtbarkeit führen. Als Vergleich wurde eine Gabe von 3 Liter Kolostrum und 2 Liter Milchaustauscher herangezogen.

Auch Mike Steele von der Universität Guelph (Kanada) wies darauf hin, dass die Fütterung der jungen Kälber in den ersten Lebensmonaten einen enormen Effekt auf deren späteres Leistungsvermögen ausübt. Nicht nur die Euteranlage wird maßgeblich von der Rationsgestaltung in diesem Zeitraum beeinflusst, sondern auch die Anlage und Ausbildung der Eizellen.

So hatten z. B. Kälber, die während der ersten Lebenswochen restriktiv mit Milchaustauscher versorgt wurden (0,6 kg/Tag), eine deutlich geringere Chance, später die vierte Laktation zu überstehen im Vergleich zu Kälbern, die mit 1,2 kg/Tag die doppelte Menge an Milchaustauscher erhalten haben. Von den restriktiv versorgten Kälbern erreichten nur 23 % die vierte Laktation, von den intensiv gefütterten Tieren jedoch 42 %.

Erschienen bei ELITE-Magazin, gekürzt, Uwe Weddige

Grafik: © Albuelo Lab, 2025

9 10, 2025

Optimierte Melkroutine – 6 Punkte

2025-10-09T04:24:19+01:009. Oktober 2025|

Ein Melkdurchgang dauert in Abhängigkeit von Größe und Ausrüstung des Melkstandes zwischen 12 – 15 Minuten pro Seite. Analog sind sechs Durchgänge pro Stunde im Karussell möglich. Falls der Prozess länger dauert, liegt es an langsam melkenden Kühen oder an den vor- und nachbereitenden Arbeiten.

  1. Ansetzen des Melkzeugs: Zwischen der ersten Berührung des Euters und dem Ansetzen des Melkzeugs sollten 60 – 90 Sekunden liegen. Zu kurze oder zu lange Anrüstzeiten führen zu Blindmelken, was die Zitzen belastet.
  2. Reihenfolge der Arbeitsschritte: Automatische Reinigungsbürsten können helfen, ersetzen jedoch nicht das manuelle Beurteilen des Vorgemelks.
  3. Hygiene und Schutzmaßnahmen: Melkhandschuhe schützen vor Keimen! Euter sollten mit Einwegtüchern oder gründlich gewaschenen Lappen gereinigt werden. Für jede Kühe wird ein frischer Lappen benötigt!
  4. Vordippen und Zwischendesinfektion: Vordippen bei schmutzigen Zitzen kann Infektionen reduzieren. Eine Zwischendesinfektion mit Peressigsäure hilft gegen kuhassoziierte Erreger.
  5. Technisches Unterstützen: Automatische Vorstimulation und Melktechnik-Checks straffen den Melkprozess und gestalten ihn effizienter.
  6. Schulungen der Melker: Regelmäßige Schulungen helfen, die Prozesse zu optimieren und Probleme frühzeitig zu erkennen.

Mehr über eine gute Melkroutine erfahren Sie in den KFM-Merkblättern und Checklisten „Checkliste Melkprozess“, „Merkblatt Californiatest“, „Checkliste Eutergesundheit“, „Checkliste saubere Euter“ und „Merkblatt Zitzen dippen“.

Uwe Weddige

Foto: Drehende Bürsten reinigen die Zitzen mit Hilfe einer Reinigungslösung. Im Anschluss trocknet das Gerät die Zitzen. © Weddige

7 10, 2025

Klauenpflege: durch Ausbildung zum Profi

2025-10-07T08:55:41+01:007. Oktober 2025|

Mit jedem Schritt erhalten die Klauen einen angemessenen Abrieb und das Einsinken in den weichen Boden entlastet die Klauen – aber eben nur auf der Weide. Im Stall gehen die Rinder dagegen auf hartem Betonboden oder in manchen Ställen auch auf weichem Gummi. Beim Auftreten werden zuerst der Ballen und dann die Aussenklaue belastet, die Innenklaue folgt zeitversetzt nach. Auf hartem Boden kann die Klaue nicht einsinken. „Die Klauenspitze wird weniger abgenutzt und immer länger, vor allem die hinteren Aussenklauen werden durch den übermäßigen Druckreiz immer höher“, erklärt Holger Plowka.

Der Klauenexperte aus Fehrow in Deutschland trainierte kürzlich geübte und ungeübte Klauenpfleger aus der Region Akmola auf dem Betrieb Endala bei Manshuk. Nach Abschluss des 3-tägigen Trainings konnten 4 Teilnehmerinnen und 9 Teilnehmer das begehrte Klauenpfleger-Zertifikat entgegennehmen.

„Die meisten Klauenprobleme sehe ich auf Betrieben mit schlechten Liegeboxen“, berichtet der deutsche Experte aus seinen Erfahrungen. Haben die Kühe nur wenig Platz zum Aufstehen, Abliegen und Liegen oder sind die Liegeboxen hart, nass und verschmutzt, desto mehr stehen die Tiere. „Aber Stehen ist Gift für die Klauen“, hält Plowka fest, „ebenso auch verschmutzte und nasse Laufbereiche, durch zu lange Arbeitspausen des Mistschiebers“.

Uwe Weddige

Foto © KFM

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