Immer wieder berichten Landwirte bei unseren Melktrainings von Hautproblemen, die durch das Tragen von Einmalhandschuhen entstehen. Besonders häufig genannt werden trockene, rissige Haut, Juckreiz und rissige Nagelhaut. Vermutlich staut sich unter den Handschuhen Feuchtigkeit, in der Folge löst das Trockenheit, Rötungen und Juckreiz aus.

Wenn sie innen feucht werden, sollten sie regelmäßig gewechselt werden. Um Hautschäden zu vermeiden, raten Experten daher dazu, Baumwollhandschuhe unter den Einmalhandschuhen zu tragen. Außerdem ist es wichtig, die richtige Größe auszuwählen.

Wir empfehlen eine gezielte Hautpflege. Häufiges Waschen, Desinfizieren und das Tragen von Handschuhen belasten die Haut. Die Verwendung von Hautschutz- oder Hautpflegemittel direkt unter Einmalhandschuhen hat aber oftmals verstärktes Schwitzen oder das Aufquellen der Haut zur Folge.

Pflegeprodukte sollten feuchtigkeitsbindende Stoffe wie Urea oder Glycerin enthalten und möglichst frei von Duftstoffen sein. Für den Arbeitsalltag sind schnell einziehende Cremes sinnvoll, während für die Pflege zu Hause fetthaltige Produkte besser geeignet sind. Beim Eincremen sollte besonders auf Fingerkuppen, Nagelfalz und Fingerzwischenräume geachtet werden.

Uwe Weddige

Foto © KFM