Kühe, die nicht in Liegeboxen stehen, sondern sich dort nach wenige Sekunden hinlegen sind ein gutes Zeichen für die Gestaltung Ihrer Liegeboxen.

Eine Kuh sollte mehr als zwölf Stunden am Tag liegen. Dies ist wichtig für ihre Gesundheit und damit auch für ihr Leistungspotenzial. Das Liegen bedeutet eine Entlastung für die Fundamente, die Abtrocknung der Klauen, eine gute Durchblutung des Euters und Zeit zum Wiederkauen!

Ein blankgescheuertes Nackenrohr ist fast immer zu niedrig montiert. Blanke Stellen an den Liegeboxenbügeln deuten darauf hin, dass die Kuh sich schräg in die Box legen muss, weil zu wenig Kopfraum gegeben ist.

Das Verhalten der Herde zeigt, ob die Boxenmaße passen: Stehen viele Tiere mit den Vorderbeinen in den Liegeboxen oder benötigen sie mehrere Minuten, um sich hinzulegen? Das spricht fast immer für zu harte Liegematten oder für eine mangelnde Größe der Liegeboxen.

Großen Einfluss auf den Liegekomfort hat die Beschaffung der Liegeflächen. Geschwollene und/oder Fell-lose Gelenke sind Hinweise auf Mängel im Liegebereich. Dies ist oftmals bei Hochboxen mit nicht eingestreuten Gummimatten der Fall.

Eine Kontrolle der aktuellen Liegeboxen-Situation lohnt sich immer. Die Kühe und die Einrichtung geben wichtige Hinweise, ob und was zu optimieren ist. Jede Verbesserung zahlt sich in einer längeren Liegezeit und daraus resultierend gesünderen Kühen aus.

Weitere Informationen zur Thematik finden Sie in unserem kostenlosen Merkblatt „Liegeboxenmaße für Kühe“.

Uwe Weddige

Fotos: © Tiergesundheitsdienst Bayern