Nicht nur Milchkühe leiden bei höheren Temperaturen unter Hitzestress. Auch die Iglus der Kälber können sich unter direkter Sonneneinstrahlung schnell aufheizen.

Ab 20°C suchen auch Kälber schattige Plätze. Die Kälber schwitzen und hecheln mit geöffnetem Maul, bis sie letzten Endes dehydrieren. Die Muskeln fangen an zu zittern und Krämpfe setzen ein. Die Körpertemperatur kann hier bis zu 40°C ansteigen.

Der Wasserbedarf der Tiere steigt im Sommer massiv an, während gleichzeitig durch den Milchaustauscher weniger Flüssigkeit aufgenommen wird. Wasser muss zu jeder Zeit ausreichend und in guter Qualität zur Verfügung stehen!

Iglus sollten ihren Platz in schattigen Bereichen finden oder mit einem Sonnensegel geschützt werden. Um die Luftzirkulation in den Iglus zu verbessern, sollten alle verfügbaren Öffnungen geöffnet und das Iglu möglichst mit Steinen „aufgebockt“ werden. Größere Abstände zwischen den einzelnen Iglus verbessern die Zirkulation ebenfalls.

Sind die Kälber in Ställen untergebracht, sollten Fenster und Curtains geöffnet werden und es empfehlen sich zusätzliche Ventilatoren. Kälber dürfen allerdings nicht dem direkten Zug ausgesetzt werden. Auch draußen können bei Windstille und brütenden Temperaturen Ventilatoren Linderung bringen.

An warmen Tagen sollten Aktivitäten wie Umstallen, Enthornen und Entmisten unbedingt unterbleiben.

Uwe Weddige

Foto: diese Kälber wären für etwas Schatten bestimmt dankbar © KFM