Unachtsamkeiten beim Melken gehen zulasten der Eutergesundheit und beeinflussen die Milchqualität und die Milchleistung negativ.
Abnormales im Verhalten von Kühen, Melkern und der Melktechnik wird oft nicht erkannt. Das kostet Leistungsfähigkeit. Folgende Faktoren sind regelmäßig unter die Lupe zu nehmen:
Unruhe der Kühe im Melkstand weist auf Fehler hin. Betrachten Sie die Reaktion der Kühe auf die einzelnen Prozessschritte des Melkens.
Direkte Rückschlüsse auf die Melktechnik erlaubt die Zitzenkondition. Verfärbungen, Einschnürungen (weiße Ringe) an Zitzenschaft und Zitzenbasis, Quetschungen, Blutungen, Ödeme und Hyperkeratosen weisen auf Fehler in der Melktechnik oder auf eine ungenügende Stimulation hin.
Die Einhaltung eines einheitlichen Melkprozesses an 365 Tagen im Jahr sollte selbstverständlich sein. Die Arbeitsschritte sind einheitlich bei allen Kühen durchzuführen.
Eine regelmäßige Kontrolle der Melktechnik ist ein wichtiger Bestandteil für ein vorbeugendes Eutergesundheitsmanagement. Die Einhaltung eines Wartungsplans, die tägliche Kontrolle der Maschinenfunktionen und der Reinigung sowie der rechtzeitige Austausch der Gummimaterialien sind unerlässlich.
Wer erst mal ein Keimzahlproblem hat, muss wesentlich mehr Aufwand und Kosten betreiben, um die Ursachen zu finden und einzustellen!
Tipps zur Beurteilung des Melkprozesses finden Sie in der neu erschienenen und kostenlosen KFM-Checkliste „Richtiges Melken“.
Uwe Weddige
Foto © Weddige