10 11, 2021

Mehr über die Kälber wissen

2021-11-10T15:40:28+00:0010. November 2021|

Welche Fehler müssen in der Kälberaufzucht unbedingt vermieden werden? Warum sieht das Futter für Kälber im Winter anders aus, wie erkenne ich kranke Kälber und welche Ursachen haben Durchfälle?

Gesunde und wüchsige Kälber als Nachzucht für eine leistungsstarke Herde, das wünscht sich jeder Milcherzeuger. Die Wirklichkeit sieht leider oft anders aus und genauso oft sind die Betreuer ratlos.

Hilfe bieten die praxisorientierten Vorträge zur Kälbergesundheit von Ainagul Ayaganova und Uwe Weddige (beide Milchprojekt) mit erprobten Lösungen zur Haltung und Fütterung von Kälbern. Ergänzt werden diese Themen durch einen Beitrag des Fachtierarztes für Rinder Asset Yergaliyev zur Umsetzung von Impfprogrammen für Kälber sowie durch Informationen zur sicheren Kälberidentifikation von Julia Wildbrant, Fa. Caisley.

Das Seminar ist sowohl für aktive Milcherzeuger wie auch für Landwirte geeignet, die planen, in die Milcherzeugung einzusteigen.

Die Veranstaltung findet im

Deutschen Agrarzentrum (DAZ/AMTK) am 17. November 2021, ab 10:00 Uhr

statt. Adresse: 021231 Gemeinde Chaglinka, Rayon Zerendy, Akmola Oblast.

Das Team des deutschen Agrarzentrums DAZ-Team bietet den Teilnehmern auch Übernachtung und Verpflegung an.

Nähere Informationen und Anmeldung bei Olessya Kobzeva (Deutsches Agrarzentrum),

Telefon +7 705 754 32 72

9 11, 2021

KFM Milchprojekt Newsletter November 2021

2021-11-09T13:13:03+00:009. November 2021|

Alle Jahre wieder …

die ersten Frosttage erinnern uns unmissverständlich an den kommenden Winter. Dabei denken wir natürlich sofort an kalte Ställe und eingefrorene Tränken, aber die Vorbereitung auf die weiße Jahreszeit ist deutlich weitreichender.

In unserem November-Newsletter beschäftigen uns daher mit Fragen der Winterfütterung für Milchkühe und Jungrinder. Außerdem erläutern wir, wie Sie Melkstand und Stall mit einfachen Maßnahmen fit für den Winter machen.

Außerdem geben wir Tipps zur Anpassung Ihre Kälberfütterung an winterliche Temperaturen und wir zeigen beispielhafte und bewährte Lösungen für Kleinklimazonen im Kälberstall. Lesen Sie auch den Gastbeitrag über Milcherzeugung in Kanada „Melken bei -30° C“.

Unkomplizierte Arbeitserledigung, komfortable Arbeitsplätze und gesunde Tiere auch im Winter – das ist der Schwerpunkt dieses Newsletters.

Klicken Sie hier.

9 11, 2021

Schlüssel Tiergesundheit

2021-11-09T09:18:51+00:009. November 2021|

Wo stehen die Pilotbetriebe in Sachen Tiergesundheit? Wie löst man Engpässe in der Euter- oder Klauengesundheit? Welche Probleme entstehen durch falsche Fütterung oder unvollständige Impfprogramme und wie lassen sich Reproduktion und Kälberaufzucht verbessern?

Ein erfahrener Rindertierarzt führt in den nächsten Monaten Interviews mit Betriebsleitern, nimmt die Haltungsbedingungen in Augenschein und untersucht Kühe, Jungtiere und Kälber. Außerdem zieht er Proben in den Betrieben. Er wertet diese aus und gibt Hilfestellungen zur Gesundung der Bestände.

Eigentlich nichts Besonderes, aber während Asset Yergaliyev als kasachischer Experte die vor-Ort-Besuche erledigt, bekommt er online-Unterstützung durch den deutschen Fachtierarzt Dr. Hubert Buer. Gemeinsam besprechen die beiden Fachleute die Anamnese in den Beständen und sie erarbeiten ebenfalls gemeinsam die Diagnosen und Empfehlungen für kurative und präventive Maßnahmen.

Nicht zuletzt geben sie dem KFM-Team wichtige Hinweise und Tipps für Trainingsmaßnahmen zum Gesundheitsmanagement in den Betrieben, denn eine Reihe von Problemen können die Landwirte selbst durch gute Beobachtung von Körpertemperatur, Bewegungsaktivität, Wiederkäuen und Trinkverhalten erkennen und lösen. Je früher Gesundheitsprobleme bekannt sind, desto schneller können die Tierhalter handeln und schwere Krankheitsverläufe reduzieren.

Diese Ergebnisse und Erfahrungen werden bei Milcherzeugern und Tierärzten auf fruchtbaren Boden fallen, denn das KFM-Projekt zeigt immer wieder, wie empathisch die Landwirte sind: sie wollen, dass es ihren Tieren gut geht.

Uwe Weddige

7 11, 2021

Führungsposition im Angebot

2021-11-07T04:15:40+00:007. November 2021|

Die kasachische Milcherzeugung wächst beständig und vielerorts entstehen moderne Stallanlagen. Dieser Trend bietet gut ausgebildeten Rinderfachleuten Chancen auf attraktive Führungspositionen: Herdenmanager!

Auf den ersten Blick sorgt ein Herdenmanager dafür, dass das genetische Leistungspotenzial der Herde ausgeschöpft und dabei das Wohlergehen und die Gesundheit der Tiere gesichert wird. Versierte und erfahrene Herdenmanager verfügen jedoch nicht nur über einen geschulten Blick für die Tiere, sondern auch für die Mitarbeiter. Sie delegieren eine Vielzahl der täglichen Aufgaben und sie sind verantwortlich für die Erstellung und Einhaltung von Arbeitsplänen.

Zu ihren Aufgaben gehören die Organisation, Durchführung, Überwachung und Kontrolle aller im Milchviehstall relevanten Tätigkeiten. In diesem Zusammenhang erheben und werten sie Daten und Kennzahlen aus, leiten entsprechende Maßnahmen ab, treffen die notwendigen Entscheidungen und übernehmen zum Teil Schlüsselaufgaben direkt am Tier.

Trotz des Einsatzes hoch entwickelter Technik ist es wichtig, dass das Basiswissen über Anatomie und Physiologie der Tiere bei der Ausbildung nicht vernachlässigt wird. Die Technik ist nur ein Werkzeug. Sie kann das geschulte Auge des Menschen und die notwendigen Entscheidungen am Tier nicht ersetzen.

Das KFM-Team unterstützt Betriebe und angehende Herdenmanager bei der Vertiefung ihres theoretischen und praktischen Wissens speziell für den Bereich der praktischen Managementaufgaben und der Mitarbeiterführung. Interessierte Bewerber sind stets willkommen. Kontakt unter adt-ayaganova@outlook.com oder +77055955264

Ainagul Ayaganova und Uwe Weddige

27 10, 2021

Wo steht das KFM-Projekt?

2021-10-27T03:56:49+01:0027. Oktober 2021|

Fast 24 Monate läuft das KFM-Projekt jetzt, Zeit für eine kleine Zwischenbilanz.

Kürzlich traf sich deshalb das Projektteam mit Vertretern des kasachischen Landwirtschaftsministeriums (MoA) zur Erörterung des Projektfortschritts.

„34 Trainingstage mit internationalen Experten und 60 einzelbetriebliche Beratungen durch das KFM-Team im laufenden Jahr haben die Pilotbetriebe sichtbar vorangebracht“, zog Uwe Weddige ein erstes Resümee des laufenden Jahres, „besonders die Trainings zur Klauenpflege, zur Futterernte und zur Tiergesundheit wurden von allen Seiten gelobt.“ „Hinzu kommen noch die Webinare mit Agrarian-Credit-Corporation (ACC)“, ergänzte die stv. KFM-Projektleiterin Ainagul Ayaganova. Besonders die Angebote zur Beurteilung von Businessplänen wurden gut angenommen, da die Erkenntnisse sofort bei den Entscheidungsprozessen zur Kreditvergabe an Milcherzeuger Berücksichtigung finden können.

Mutayev Kairat Mendibaevich hob lobend die Qualität des monatlichen erscheinenden Newsletters hervor. Zusammen mit den Merkblättern und Checklisten die allen Nutzern frei zur Verfügung stehen, sei dies eine hervorragende und einzigartige Sammlung an Fachwissen, ergänzte der stv. Direktor des Departments für Tierproduktion und Verarbeitung tierischer Erzeugnisse (MoA). Ebenfalls einzigartig sei die Qualität der frei zugänglichen Beratungsmodule, die in erster Linie für Beratungsfachkräfte gedacht sind.

In den nächsten Monaten soll die Qualifizierung der Milcherzeugungsberater des Kasachischen Institutes für Tierhaltung und Tierzucht in Almaty (KAZNIIZHIK) nicht nur fortgeführt, sondern weiter ausgebaut werden. „Wir planen die dortigen Berater intensiv im Rahmen unserer einzelbetrieblichen Beratungsmaßnahmen zu schulen und zu trainieren,“ ergänzte der KFM-Projektleiter dazu. Alle Teilnehmer der Runde sind sich darüber einig, dass diese Fachkräfte den Kern der künftigen Milcherzeugungsberatung Kasachstans bilden und ihre Kenntnisse an Kollegen und Landwirte weitergeben sollen.

Uwe Weddige

Foto von l.n.r: Mutayev Kairat Mendibaevich, Ainagul Ayaganova, Svetlana Puchkova, Uwe Weddige

26 10, 2021

Besucherandrang auf der Messe

2021-10-26T15:17:10+01:0026. Oktober 2021|

Vor der modernen Kulisse des EXPO-2017-Geländes und in einer großzügigen modernen Halle zeigten zahlreiche Aussteller ihre Produkte für Ackerbau und Viehhaltung. Einen viel beachteten Auftritt hatte der kasachische Angusverband mit der Präsentation und Auktion herausragender Tiere, aber auch das heimische Kasachische Weißkopfrind kam nicht zu kurz.

Die KazAgro/KazFarm-Messe in Nur-Sultan war in den vergangenen Tagen der Treffpunkt der kasachischen Landwirtschaft. Der Mix der Aussteller beeindruckte viele Besucher, wobei – ohne gezählt zu haben – die Ost- und Mitteleuropäer sowie die Kasachen sich die Waage hielten. Leistungsstarke Traktoren und Erntemaschinen, Düngemittel und Saatgut wurden genauso präsentiert, wie Techniken zur Getreidelagerung und -verarbeitung und drohnengestützte Verfahren für die Bestandsführung im Pflanzenbau.

Landwirtschaft hat eine große Bedeutung für die kasachische Wirtschaft, das war allein durch die Vielzahl der Besucher auf dem Gemeinschaftsstand des deutschen Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zu spüren.

Auch viele Pilotbetriebe des KFM-Projektes fanden den Weg zur Messe und nahmen sich Zeit für Gespräche mit den beiden Projektleitern: „Wie können wir unsere Betriebe weiter optimieren und woher bekommen wir qualifiziertes Personal dafür?“ Diese Überlegungen standen genauso im Mittelpunkt der Gespräche mit Ainagul Ayaganova und Uwe Weddige, wie die Fragestellung nach geeigneter Labordiagnostik für Milch, Futter und Veterinärwesen als Basis für eine erfolgreiche Beratung in der Milcherzeugung.

Uwe Weddige

Foto: Dr. Olga Hunger (Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft) bei ihrer Begrüßungsrede

18 10, 2021

Team verstärkt

2021-10-18T08:05:33+01:0018. Oktober 2021|

Das Projektteam wächst um einen weiteren Mitarbeiter: Bakdaulet Tursynbay (23) unterstützt ab sofort Ainagul Ayaganova und Uwe Weddige in der Beratung der 16 Pilotbetriebe im nördlichen Kasachstan: „wir möchten unsere Beratungsarbeit und die Hilfe zur Umsetzung unserer Empfehlungen weiter intensivieren“. Die Kosten für diese Mitarbeiterstelle übernimmt   vereinbarungsgemäß das Institut für Tierzucht und Tierhaltung in Almaty (KAZNIZHIK) als Projektpartner.

Bakdaulet Tursynbay hat an der Kasachischen Agrartechnischen Seifullin-Universität in Nur-Sultan „Landtechnik“ studiert. Anschließend nahm er erfolgreich am Internationalen Masterstudiengang „Agrarmanagement“ an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf teil. Seine nächsten Stationen waren bei KAZ Chemicals Trading House und Vitaprofi GmbH.

Im Team wird er sich intensiv mit der Erfassung und Auswertung der biologischen und wirtschaftlichen Daten der Pilotbetriebe beschäftigen und außerdem die Einsätze der internationalen Experten unterstützen.

18 10, 2021

Tiergesundheit – Infektionen vorbeugen

2021-10-18T05:34:17+01:0018. Oktober 2021|

Wie lassen sich Schwachstellen der Tiergesundheit in der Herde finden und beseitigen? Wo sind die Ursachen und welche Tools helfen bei der Findung von Lösungen?

Aus ganz Kasachstan waren Zootechniker, Tierärzte und Agraringenieure aus staatlichen und privaten Forschungseinrichtungen ins Deutsche Agrarzentrum (DAZ) nach Chaglinka gekommen, um mit Dr. Mark Holsteg über Lösungen zur Stärkung der Rindergesundheit zu diskutieren.

Mit den Worten „neue Betriebe steigen in die Milcherzeugung ein, vorhandene Betriebe intensivieren ihre Produktion, aber viele klagen über Gesundheitsprobleme. Wir müssen etwas tun!“ begrüßte die Direktorin des DAZ Olessya Kobzeva den deutschen Experten und die Teilnehmer.

Gleich zu Beginn führten die Rinderfachleute rege Diskussionen zur Entstehung von Mastitiden und zur Einteilung der auslösenden bakteriellen Erreger. „Eine zufriedenstellende Eutergesundheit der Herde erreicht man vor allem durch die Senkung der Neuinfektionsrate und mit einem verkürzten Infektionsgeschehen,“ erläuterte dazu Dr. Holsteg.

Ohne Erkennung und Minderung von Risikofaktoren im Betrieb sei keine Schwachstellenanalyse denkbar, so der Fachtierarzt. Außerdem sei eine erregerspezifische Behandlungsstrategie, die Merzung unheilbar kranker Kühe und die Senkung immunschwächender Einflüsse wichtig. „Aber auch die Kontrolle der Melkroutine und der Melktechnik sowie der Einsatz von Dippmitteln müssen unter die Lupe genommen werden“, ergänzte Dr. Holsteg, ebenfalls im Focus ständen die Faktoren Kuhkomfort und Hygiene. Die intensive Pflege der Liegeboxen und die entsprechend gute Sauberkeit der Kühe würden sich stets in der Eutergesundheit widerspiegeln.

Auch die Diskussionen zur Kälbergesundheit nahmen einen großen Raum während der Veranstaltung ein. „Tun Sie alles, um den Infektionen in den ersten Lebenswochen zu begegnen“, empfahl Dr. Holsteg, „nur gut betreute Kälber in bester hygienischer Umgebung haben die Chance, eine leistungsstarke Milchkuh zu werden.“

Uwe Weddige, KFM-Projektleiter

14 10, 2021

Eutergesundheit als Schlüsselfaktor

2021-10-14T02:09:03+01:0014. Oktober 2021|

Eutergesundheit als Schlüsselfaktor

Melken macht Spaß – aber nur, wenn die Eutergesundheit stimmt. Aber was steht im Vordergrund, wie bleiben Euter gesund und welche Maßnahmen sind unerlässlich?

Die Erhaltung der Eutergesundheit bei Kühen ist schon fast ein Hobby von Dr. Mark Holsteg. Der Tierarzt berät seit mehr als 15 Jahren milcherzeugende Betriebe. „Euterkranke Kühe geben weniger Milch, die Nutzungsdauer und somit die Lebensleistung verringert sich“, an dieser Aussage ließ der deutsche Fachtierarzt keinen Zweifel aufkommen.

Während seiner Beratungsreise zu Betrieben im nördlichen Kasachstan erläuterte er, wie wichtig die Einhaltung eine strenge Melkhygiene ist und er forderte die Melkerinnen auf: “reinigen Sie die Zitzen vor dem Melken gründlich und dippen Sie nach dem Melken“. Aber oftmals musste er auch feststellen, dass es an einer regelmäßigen Wartung der Melkanlagen mangelt. „Überprüfen Sie Ihre Melktechnik wie Melktakt, Melkvakuum und Reinigungseinstellung kontinuierlich und wechseln Sie die Zitzengummis, wenn die angegebenen Betriebsstunden erreicht sind“, riet er den Betriebsleitern.

Wichtige Hinweise gab der Experte zum Melkmanagement: „trennen Sie Tiere mit Eutererkrankungen von der Herde und melken Sie diese stets als Letztes.“

Auch Verbesserungsmöglichkeiten in der Pflege der Liegeboxen sprach Dr. Holsteg an: „streuen und reinigen Sie die Boxen täglich. Verwenden Sie geeignetes Streumaterial und desinfizieren Sie die Boxen regemäßig mit Kalk“. Wenn möglich, sollten sich die Kühe nicht sofort nach dem Melken hinlegen. Durch den dann noch unverschlossenen Strichkanal können Keime leicht in das Euter eindringen, begründete er diesen Tipp. Außerdem wies er auf die Rolle von Fütterung und Stallklima hin: „sorgen Sie für eine optimale Versorgung mit Mineral- und Zusatzstoffen und kümmern Sie sich besonders in der warmen Jahreszeit um frische Luft im Stall.“

Die Nachfrage nach Schulungen und Trainings ist ungebrochen. Das KFM-Team bietet daher neben den anderen Trainings zur Milcherzeugung in 2022 weitere Veranstaltungen zur Eutergesundheit an.

 

Uwe Weddige, Projektleiter

 

13 10, 2021

Keine Angst vor Klauenpflege

2021-10-13T04:53:12+01:0013. Oktober 2021|

Bei Kühen auf der Weide erhalten die Klauen mit jedem Schritt einen angemessenen Abrieb und das Einsinken in den weichen Boden entlastet die Klauen. Bei der Stallhaltung dagegen gehen die Rinder auf hartem Boden. Beim Auftreten werden zuerst der Ballen und dann die Aussenklaue belastet, die Innenklaue folgt zeitversetzt nach. Auf hartem Boden kann die Klaue nicht einsinken. „Die Klauenspitze wird weniger abgenutzt und immer länger, vor allem die hinteren Aussenklauen werden durch den übermäßigen Druckreiz immer höher“, erklärt Holger Plowka.

Der Klauenexperte aus Fehrow in Deutschland trainierte kürzlich Fachkräfte von milcherzeugenden Betrieben und Milcherzeugungsberater. Die Touren führten Holger Plowka in die Regionen Kostanay, Pawlodar, Akmola und Nord-Kasachstan. 31 künftige Klauenpfleger nahmen nach den jeweils 2tägigen Trainings ihr Zertifikat entgegen.

„Die meisten Klauenprobleme sehe ich auf Betrieben mit schlechten Liegeboxen“, berichtet der deutsche Experte aus seinen Erfahrungen. Haben die Kühe nur wenig Platz zum Aufstehen, Abliegen und Liegen oder sind die Liegeboxen hart, nass und verschmutzt, desto mehr stehen die Tiere. „Stehen ist Gift für die Klauen“, hält Plowka fest, „ebenso auch verschmutzte und nasse Laufbereiche, durch zu lange Arbeitspausen des Mistschiebers“.

Die Nachfrage nach Trainings zur Klauenpflege ist groß. Jeder Teilnehmer soll ausreichend Zeit haben, unter Anleitung des erfahrenen Klauenpflegers zu arbeiten. Daher können nicht mehr als 6 Personen an den 2tägigen Schulungen teilnehmen. Das KFM-Team wird aber in 2022 weitere Trainings anbieten.

Uwe Weddige, Projektleiter KFM

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