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23 12, 2025

2035 fehlen 150 Mio. t Milch

2026-01-27T14:47:50+00:0023. Dezember 2025|

„Die Milcherzeuger auf der Welt produzieren einfach zu viel Milch, die der Markt nicht aufnehmen kann“, so beurteilt Philipp Goetz vom IFCN-Netzwerk die aktuelle Lage. Weltweit stünden die Milchpreise derzeit unter Druck, „doch auf lange Sicht sehen wir einen klaren Trend nach oben, da wir ein anhaltendes Milchdefizit erwarten.“

Weltweit steige der Anteil an kaufkräftigen Konsumenten, die mehr Käse und mehr Pizza konsumierten, „wir rechnen bis 2035 mit weltweit ca. 0,8 Milliarden mehr Menschen, so dass wir dafür etwa 15 % mehr Milch benötigen.“ Das sind umgerechnet ca. 150 Mio. t Milch. Ein Mehrbedarf, der in etwa der eineinhalbfachen Menge der aktuell in den USA produzierten Menge entspricht.

In Asien und Afrika, aber auch in Nordamerika steigt die Milchproduktion weiter an. In Asien sorgen staatliche Produktionsanreize für höhere Milchmengen, gleichzeitig sorgt das für Nachfrage und für Wachstum auf der Produktionsseite. Dagegen stagniert oder sinkt in Europa und Ozeanien die Nachfrage.

Die Rentabilität der Betriebe hängt von den Produktionskosten sowie vom Milchpreis ab. Der Weltmilchpreisindex ist 2024 um 11 % auf 44,2 US-Dollar pro 100 kg gestiegen. Hauptkostentreiber sind die Futterkosten, die zwischen 12.000 und 20.000 KZT/kg (20 bis 33 €ct/kg) und damit bis zu 70 % der Gesamtkosten ausmachen.

Die weltweite Nachfrage steigt in Zukunft stärker als das Angebot, ist sich Philipp Goetz sicher. Der Strukturwandel setze sich hin zu größeren Betrieben weiter fort. Asien werde weiterhin größter Importeur bleiben.

Zusammenfassend ist davon auszugehen, dass kasachische Milcherzeuger akzeptable Einkommen generieren können. Wichtige Voraussetzung dafür ist allerdings gut geschultes Personal, eine hohe Produktivität und bestes Futter.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen schöne und erholsame Festtage,

Ihr Uwe Weddige

Grafik: KFM

19 12, 2025

Musik im Stall

2026-01-27T14:43:55+00:0019. Dezember 2025|

Es besteht kein Zweifel an den positiven Auswirkungen von Musik auf den Menschen. Aber wie sieht es mit Tieren aus? Kann Musik das allgemeine Wohlbefinden von Milchkühen steigern? Was sagt die Wissenschaft dazu?

Studien zeigen, dass Musik Kühen hilft, besser gesund und leistungsfähig zu bleiben. Musik unterstützt die Tiere dabei, mit Stress und körperlichen Herausforderungen besser umzugehen. Dadurch können sich Produktion, Fortpflanzung, Gesundheit und allgemeines Wohlbefinden der Kühe verbessern.

Klassische Musik kann auf hormonellem Weg die Aktivierung von Stressreaktionen reduzieren. Ein niedrigerer Stresshormonspiegel wirkt sich auf wichtige physiologische Funktionen aus. Beruhigende Musik fördert so indirekt die Oxytocinausschüttung. Außerdem wird die Immunantwort bei geringem Stress verbessert.

Musik beeinflusst das Verhalten von Kühen, was wiederum zur Verbesserung der Produktivität und des Wohlbefindens beiträgt:

  • Ruhigeres Verhalten: Studien berichten über geringere Schreckreaktionen und eine größere Gelassenheit beim Melken bei Kühen, die leiser Musik ausgesetzt sind.
  • Bessere Routinen: Kühe verbringen mehr Zeit mit Liegen, Fressen und Wiederkäuen. Diese Anzeichen sind als hohes Komfort- und positives Wohlbefinden zu werten.
  • Verbessertes Sozialverhalten: Es wird eine geringere Aggressivität beobachtet, wenn Musik konsequent in die Stallumgebung integriert wurde.

Langsame und beruhigende Musik kann die Milchleistung um etwa 3 % verbessern, während schnelle oder unregelmäßige Musik keinen Nutzen oder sogar einen negativen Effekt hat. Um positive Ergebnisse zu erzielen, sollte Musik daher langsam und harmonisch sein, mit moderater Lautstärke von weniger als 75 dB abgespielt und regelmäßig während wichtiger Routinen wie Melken oder Ausruhen eingesetzt werden.

Quelle: CevaNews, gekürzt von Uwe Weddige

Foto: © Elisabeth Hoops

17 12, 2025

Desinfektion – 5 Fehler

2026-01-27T14:39:55+00:0017. Dezember 2025|

Biosicherheit in der Rinderhaltung: Die fünf häufigsten Desinfektionsfehler – und wie sie vermieden werden

Fehler 1 – Dosierfehler: Eine zu geringe Konzentration des Desinfektionsmittels kann dazu führen, dass Viren, Bakterien und Pilze überleben, wodurch die Desinfektion wirkungslos bleibt. Ungenaue Dosierhilfen können die Wirksamkeit des Desinfektionsmittels erheblich beeinflussen.

Fehler 2 – Kältefehler: Chemische Reaktionen verlaufen bei Kälte langsamer, sodass die Reaktionsgeschwindigkeit der Wirkstoffe abnimmt. Besonders im Winter kommt es dadurch zu einem erhöhten Risiko für die Übertragung von Krankheitserregern.

Fehler 3 – Eiweißfehler: Organische Rückstände binden oder neutralisieren viele Desinfektionsmittel. Blut, Milchreste und Kot inaktivieren Wirkstoffe. Eine Desinfektion ohne vorherige gründliche Entfernung organischer Rückstände führt häufig nicht zum gewünschten Effekt.

Fehler 4 – Seifen- und Tensid-Fehler: Rückstände von Reinigungsmitteln auf Oberflächen führen zu mangelhafter Wirkung von Desinfektionsmitteln. Reinigung und Desinfektion müssen klar voneinander getrennt sein. Nach der Reinigung sollte immer gründlich mit Wasser nachgespült werden, bevor das Desinfektionsmittel aufgetragen wird.

Fehler 5 – Anwendungsfehler: Zu kurze Einwirkzeiten, ungleichmäßiges Aufsprühen oder eine zu geringe Auftragsmenge führen zu unzureichenden Desinfektionswirkungen. Deshalb ist es wichtig, Geräte regelmäßig zu warten, Düsen auf Sprühbild und Fördermenge zu prüfen und die empfohlenen Einwirkzeiten der Hersteller konsequent einzuhalten.

Fazit: Mit klaren Arbeitsanweisungen, geeichter Dosierung, Dokumentation, Beachtung der Hersteller-Empfehlungen und einfachen Checks lässt sich das Risiko mangelnder Desinfektion deutlich reduzieren.

Dr. Julia Blumenberg, gekürzt durch Uwe Weddige

21 01, 2020

Internationale Expertin besucht die nördlichen Regionen Kasachstans

2020-03-18T09:44:31+00:0021. Januar 2020|

Im Mittelpunkt des Besuches von Marie Künstling (IAK Leipzig) standen Recherchen und Gespräche zur spezifischen Situation der Milchproduktion in den vier potentiellen Gebieten Akmola, Kostanay, Nordkasachstan und Pawlodar. Besonders galt es, aktuelle Informationen über geeignete wachstumswillige Milcherzeugerbetriebe von den jeweiligen Gebiets- und Rayonverwaltungen zu erhalten und systematisch zu dokumentieren.

Die Besuche des Projektteams in den vier Gebieten wurden mit der freundlichen Unterstützung der Vizeministerin Gulmira Issayeva angekündigt und die Akimate und Landwirtschaftsverwaltungen wurden im Vorfeld gebeten, potentielle Pilotmilchviehbetriebe vorzuschlagen. Die eingeladenen Betriebsleiter nutzten die Möglichkeitintensiv, Fragen zum Projekt, zu den Teilnahmebedingungen und zum Beratungskonzept zu stellen.

Durch das Interesse der lokalen Partner sowie das breite Netzwerk der beiden Projektmitarbeiter Ainagul Ayaganova und Adil Rakhimov wurden mit der Agro Сredit Corporation Niederlassung in Pavlodar, der Firma KAS Consulting in Kostanay und dem Nordkasachischen Forschungsinstitut für Tiehaltung in Kokschetau weitere wichtige Gespräche geführt.

„Der gute Empfang in den Projektgebieten, der vertrauensvolle Austausch in Kasachstan sowie das Interesse an Veranstaltungen und Inhalten der Beratung in Deutschland lassen einen erfolgreichen Projektverlauf erwarten“, so Marie Künstling. Sie zeigte sich begeistert, dass das Projekt auf so großes Interesse stößt und die Partner auf allen Ebenen aktiv miteinbezogen und informiert werden wollen.

Foto: KFM

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